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Herr Wu gibt nicht auf

18.05.2010, von

Drei Jahre hat der chinesische Umweltschützer Wu Lihong im Gefängnis gesessen. Sein Verbrechen: er wollte nachweisen, dass der drittgrößte Süßwassersee Chinas systematisch verseucht wird.

Jahrelang sammelte Umweltschützer Wu Beweise dafür, dass chinesische Fabriken giftige Abwässer in den Taisee leiten. Es folgten seine Festnahme und drei Jahre Gefängnis – mit erfolterten Beweisen behauptet er. Seinen Kampf will er auch nach der Haft fortsetzen.

An Beispielen wie diesen wird deutlich: wir haben viel zu verlieren in unserer Demokratie, so mangelhaft sie auch sein mag. Aber selbst bei uns braucht das Engagement für Umweltbelange manchmal eine Menge Zivilcourage.

Der ganze Artikel hier: China: Umweltschützer Wu will Kampf gegen Verschmutzung fortsetzen | tagesschau.de.

Kommentare zu „Herr Wu gibt nicht auf“

Es sind 2 Kommentare vorhanden. Ich möchte einen Kommentar verfassen.

  1. Energiefox
    schreibt am 20. Mai 2010 09:59 :

    Genau so ist es, Umweltschutz ist auch in Deutschland nicht angesagt. Wachstum ist angesagt und da müssen dann Rasenmäher, Laubsauger, Laubgebläse knatternde benzinbetriebene Heckenscheren usw, usw verkauft werden. Der Umsatz stimmen damit Arbeitsplätze gesichert werden.

    Ich versuche seit ca. 2 Jahre , dass Straßenbegleitgrün geschützt wird. Auf Arte ein Bericht über Bienensterben. Hier im Emsland und bundesweit mähen freiwillig ordnungsliebende Bürger ganze Straßenzüge Woche für Woche kahl. Die Stadt mäht aber ordnungsgemäß 2 mal im Jahr diese Straßenränder. Ein Verbot für private Mäher will die Stadt aber nicht aussprechen, was sie von Rechtswegen könnte.
    Mein Vorschlag an die Stadt es den Bürgern an Straßenrändern nur noch mit Sense zu erlauben, wird natürlich erst gar nicht ernst genommen. Das wäre nämlich schon ein riesiger Fortschritt, kein Krach, keine giftigen Abgase und ich denke es wäre schnell vorbei mit der unnatürlichen Ordnung und Wildblumen würden reichlich wieder blühen.

    Nicht mal Umweltverbände nehmen sich dieses Themas an. Ich habe denn etliche Male Fotos zugeschickt. Letztens ein schöner Beitrag im NDR 3 Radio, das Ende des Wachstums. Wir sollte darüber nachdenken, dauerndes Wachstum ist falsch und zerstört letztlich alles. (sinngemäß zitiert). Die Arbeit besser verteilen ist sinnvoll, sowie die Rohstoffe der Erde effizient ein zu setzen.
    Jedenfalls hier ist Demokratie und nur wenige nutzen es aus um Protest an zu melden.

    Herr Wu ist für mich ein Held!

    In einem Beitrag hörte ich mal das jemand sage, gut haben es Länder die keine Helden brauchen . Leider auch bei uns wir brauchen Helden.

    Ich wünsche dem Herrn Wu weltweit in Medien große Aufmerksamkeit, damit er endlich aus dem Gefängnis kommt.

    Gruß Energiefox

  2. Naturfreund
    schreibt am 20. Mai 2010 11:30 :

    Was oder wo wären wir, wenn es keine Umweltaktivisten wie Herrn Wu gäbe? Leider sind die Interessen von Industrie weltweit zumeist an oberster Stelle angesiedelt und es wird vieles um uns herum vertuscht. So versucht man auch mit immensen Kräften, die Existenz von Umweltkrankheiten wie MCS (Multiple Chemikalien Sensitivität) in Frage zu stellen bzw. die wahren Ursachen zu vertuschen.

    Gäbe es keine Kämpfer, die sich für Umwelt und Natur einsetzen, stünde es noch schlimmer um unsere Umwelt.

    Es ist genau wie Du sagst Axel, auch „bei uns braucht das Engagement für Umweltbelange manchmal eine Menge Zivilcourage.“

    Es bleibt zu hoffen, dass es immer Menschen gibt, die nicht klein beigeben und bereit sind, für die wirklich wichtigen Belange im Leben zu kämpfen.

    Gruß Naturfreund

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