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Neue Ökosteuer her!

15.05.2010, von

Energie ist immer noch zu billig. Warum? Kein Deut ist der Naturverbrauch eingepreist, es grüßt die sprudelnde Meeres-Ölquelle. Also: her mit einer neuen Ökosteuer, die den Namen verdient und nicht nur Haushalts- oder Rentenkassenlöcher stopft. Es sagt ja keiner, dass nicht auf der anderen Seite Entlastung stehen kann. Für mehr Effizienz oder Verzicht zum Beispiel. Oho, da wird die Wachstums- und Spaßgesellschaft aber sofort ärgerlich, wenn sie das Wort „Verzicht“ hört. Minus 18 Prozent vielleicht sogar? Naja, man wird ja noch laut denken dürfen. Oder Ernst-Ulrich Weizsäcker zitieren, der der FR ein lesenswertes Interview gab. Ach übrigens: die Chinesen wollen eine CO2-Steuer einführen. Genau: die Chinesen.

Effizienz schafft die Voraussetzungen dafür, dass neun Milliarden überleben können. Suffizienz, also Genügsamkeit, schafft den Spielraum, das Leben lebenswert zu gestalten.

Mehr von Weizsäcker hier: Umweltexperte Weizsäcker: „Wir brauchen eine neue Ökosteuer“ | Frankfurter Rundschau – Dokumentation & Debatte.

Kommentare zu „Neue Ökosteuer her!“

Es sind 3 Kommentare vorhanden. Ich möchte einen Kommentar verfassen.

  1. Energiefox
    schreibt am 15. Mai 2010 18:49 :

    Energieeffizienz ist mit das Wichtigste um die Zukunft beherrschbar zu machen. Ein gutes Forum dazu ist
    http://www.energie-bewusstsein.de .

    Wir haben bald weltweit 1 Milliarde Autos. Es ist eine Verschwendung von Rohstoffen und Energie von unglaublichem Ausmaß. Der ÖPNV sollte attraktiver gemacht werden, weil er wesentlich effizienter in der Ausnutzung von Energie ist, als der individuelle Mobilitätswahn.

    Zoomtown von Peter Haimerl bietet ein prima Denkansatz dazu, der zumindest getestet werden sollte.
    Hier ein Link , man muss sich etwas durch wurschteln.

    http://www.urbnet.de/

    Deshalb ich finde die Anregung von Herrn Weizäcker sehr gut.
    Leider passt wohl unser Wirtschaftssystem nicht dazu, es basiert auf ständiges Wachstum und wenn´s mal nicht klappt, droht Arbeitslosigkeit und Verschuldung .

    Gruß Energiefox

  2. Ada Frankiewicz
    schreibt am 23. Juni 2010 00:00 :

    Die Idee der Steuerung durch Steuern basiert auf der Annahme rationalen Handelns. Das funktioniert so nicht. Das Ergebnis wäre, das einige weiter und mehr SUV’s fahren und andere im Winter frieren.
    Das Auto ist ein psychologisch zutiefst belegter Gegenstand, eine Art perverse Wunschmaschine. Um das zu durchdringen bedarf es eines sehr grundlegenden Bewusstseinswandels.

    Dazu hier eine kleine Satire „Postmoderne Waschmaschinen“ – http://rauchen.gmxhome.de/zigarettenkirchechomsky/auto_mann.htm -.

  3. Energiefox
    schreibt am 30. Juni 2010 11:05 :

    Ada Frankiewicz,

    ich bin begeistert von der Satire „Postmoderne Waschmaschinen“

    Gruß Fox

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