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Forschungsflüge und die Asche

20.04.2010, von

Wir sind so daran gewöhnt, dass uns „die Wissenschaft“ mal eben schnell husch-husch alle Erkenntnisse brühwarm und präzise serviert, dass oft vergessen wird, unter welchen Rahmenbedingungen Erkenntnisse produziert werden. Da wird die Grundlagenforschung runtergeschrumpft und nur noch „anwendungsorientierte“ Wissenschaft gefördert, aber wenn dann der Vulkan spuckt, dann sollen die Forscher gleich sofort alles über die Asche und ihre Zusammensetzung wissen. Und wehe, das Forschungsflugzeug steigt nicht gleich sofort auf. Jan Woerner vom DLR hat völlig Recht, wenn er in seinem Blog an Selbstverständlichkeiten im Zusammenhang mit der Erkundung der Atmosphäre und Forschungsflügen erinnert, die längst nicht mehr selbstverständlich sind:

Wenn die Öffentlichkeit in einer schwierigen Situation wie einer Krise oder einer Katastrophe rasch zuverlässige Informationen erwartet, so ist der dafür erforderliche Betrieb und die damit verbundene Notfallvorsorge parallel zur Forschungstätigkeit zu planen und zu finanzieren.

Ohne ausreichend Asche wird’s halt schwierig was zur Asche des Eyjafjalla zu sagen. Und nicht nur dazu. Wäre schön, wenn das als weitere Erkenntnis für den Umgang mit Wissenschaft hängen bleiben würde. Mehr dazu: DLR Blogs – Ein Vulkan bricht aus und beeinflusst ganz Europa – Teil 2.

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