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Neues von der Pfeilgift-Connection

01.04.2010, von

Grün-schwarzer Pfeilgiftfrosch Dendrobates auratus - Copyright Chris Martin Bahr /WWF-Canon

Gerade erst ist die jüngste Konferenz des Washingtoner Artenschutzabkommens reichlich erfolglos zu Ende gegangen, da gibt es erneut Zweifel an der Wirksamkeit des internationalen Artenschutzes. Ein heute veröffentlichter Bericht der Artenschutzorganisation TRAFFIC macht massive Diskrepanzen zwischen Ein- und Ausfuhrzahlen etwa bei bestimmten tropischen Froscharten aus.

Kazakhstan, for example, reported no trade whatsoever in poison arrow frogs, but between 2004 and 2008, Thailand claimed to have imported more than 2,500 originating from Kazakhstan, via Lebanon.

Kasachstan betrieb nach eigenen offiziellen Angaben keinerlei Handel mit Pfeilgiftfröschen. Zwischen 2004 und 2008 freilich berichtete Thailand von 2.500 Fröschen, die aus Kasachstan über den Libanon eingeführt worden waren. Der Libanon ist einer der wenigen Staaten, die dem Washingtoner Artenschutzabkommen nicht beigetreten sind und ist deshalb auch nicht berichtspflichtig. Bei der Untersuchung von Vincent Nijman und Chris Shepherd stellte sich heraus, dass Kasachstan häufig als Ursprungsland von geschützten Pfeilgiftfröschen genannt wurde – die dort angeblich in großem Umfang gezüchtet würden. Wer’s glaubt… Das Foto ((c)Chris Martin Bahr/WWF-Canon) zeigt übrigens den grün-schwarzen Pfeilgiftfrosch, eine der am häufigsten gehandelten Arten.

Kommentare zu „Neues von der Pfeilgift-Connection“

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  1. Naturfreund
    schreibt am 13. April 2010 15:06 :

    Der Bericht verdeutlicht, dass Tiere in unserer schönen modernen Konsumwelt, nach wie vor als Sache behandelt und gehandelt werden. Der Wunsch etwas Exotisches zu besitzenm nimmt bei den Menschen zu. Leider fördert dieses Konsumverhalten u. a. auch den Handel mit tropischen Froscharten.

    Ich persönlich mag es absolut nicht, wenn Tiere eingesperrt sind und würde mir von daher nie einen solchen Pfeilgiftfrosch zulegen. Die Umsetzung angemessenen Artenschutzes ist eine große globale Herausforderung, die es zu meistern gilt. Doch anstatt dass die Tiere auch tatsächlich geschützt werden, gewinnt in unseren Zeiten fast ausschließlich die Profitgier.

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