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Europas Artentod

18.03.2010, von

Schlechte Nachrichten aus Genf von der Weltnaturschutzunion. Die neue Europäische Liste der IUCN zeigt: Vom Aussterben bedroht sind in Europa: 9 % der Schmetterlinge, 11% der Totholzkäfer und 14% aller Libellen. Und der „Ecologist“ meldet: allein in England sind in den letzten 200 Jahren mehr als 500 Arten ausgestorben. Weg. Verschwunden. Endgültig.

Wenig erfreulich, solche Zahlen. Sie zeigen: das Internationale Jahr der Biodiversität müsste eigentlich jährlich stattfinden, es gibt viel zu tun.

The release of the European Red List, commissioned by the European Commission, shows that nine percent of butterflies, 11 percent of saproxylic beetles beetles that depend on decaying wood and 14 percent of dragonflies are threatened with extinction within Europe.

Aber wie sieht die Wirklichkeit des internationalen Artenschutzes aus? Die 15. Konferenz des Washingtoner Artenschutzabkommens hat gerade die ohnehin vom Klimawandel gebeutelten Eisbären weiterhin zum Abschuss frei gegeben. Mit den einigen Stimmen Europas. Und der Rote Tunfisch wird auch nicht geschützt. Das Geschäft mit Sushi ist halt wichtiger als ein paar Fischlein. Solange die Tunfische noch nicht flächendeckend billig gezüchtet werden können wird im Meer abgeräumt was eben geht.

Soviel Kurzlebigkeit ist zum Mäusemelken und wieder mal ein Fall für das Zitat des Jahrhunderts (Grüße an F.Göltenboth):

Jeder Dollar, der auf diesem Planeten verdient werden kann, wird verdient. Und das sofort.

Soviel dazu. Die Verhandlungen in Doha sind wahrlich kein Ruhmesblatt in der Geschichte des Washingtoner Artenschutzabkommens.

Quelle: IUCN – IUCN Press releases.

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