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Autobahnbau löst Klimaproblem

08.03.2010, von

Not macht erfinderisch. Wohin mit dem ganzen CO2, das unseren Planeten so gefährlich aufheizt? Ok, vermeiden ist das eine, Abscheiden und Einlagern das andere. Aber die Einlagerung von Kohlendioxid in den Untergrund ist aus verschiedenen Gründen stark umstritten und nicht ungefährlich. Wie wär’s mit einer besseren Lösung: CO2 zu Kalkstein verwandeln. Wenn man Seewasser und CO2 kombiniert entsteht Calciumcarbonat, sprich: Kalk. Daraus sind Korallen gemacht, wir kennen das aber auch aus dem Teekessel und der Dusche, wenn sie verkalkt.

In einer Versuchsanlage in der Nähe von Santa Cruz in Kalifornien wird jetzt ausgetestet, wie die CO2-Emissionen eines Kohle- oder Gaskraftwerks mit eingesprühtem Seewasser zu Kalk verwandelt werden können. Der wird dann zu Zement bzw. zu kleinen Pellets geformt, die als Betonzuschlagstoff für den Mauer- oder Autobahnbau eingesetzt werden könnten.

At its demonstration plant near Santa Cruz, Calif., Calera has developed a process that takes CO2 emissions from a coal- or gas-fired power plant and sprays seawater into it and naturally converts most of the CO2 into calcium carbonate, which is then spray-dried into cement or shaped into little pellets that can be used as concrete aggregates for building walls or highways — instead of letting the CO2 emissions go into the atmosphere and produce climate change.

Eine typische End-of-the-pipe-Technologie, die am Symptom und nicht an der Ursache ansetzt. Könnte dennoch ein interessanter Ansatz sein, wenn das Symptom (=CO2-Ausstoss) nicht rasch genug in den Griff zu bekommen ist.

Gelesen hier: Op-Ed Columnist – Dreaming the Possible Dream – NYTimes.com.

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