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Warm anziehen, Regenwald

03.02.2010, von

Auf den ersten Blick ist es nur eine enge Zusammenarbeit: Shell und Brasiliens Ethanol-Gigant Cosan gehen künftig gemeinsame Wege, lese ich in der Financial Times online. Wert des Joint ventures: 12 Milliarden Dollar. Der Vorstandsvorsitzende von Cosan machte klar, worum es geht: Bioalkohol im großen Stil weltmarktfähig zu machen.

Rubens Ometto, Cosan’s chairman, said the joint venture would provide “the step forward that was lacking, in spite of all our efforts, to make ethanol a global commodity.“

Wenn soviel Geld im Spiel ist wird es wieder ein bisschen schwieriger zu verhindern, dass letztlich der Regenwald die Zeche zahlt und gerodet wird. Weil andere landwirtschaftliche Flächen für den Zuckerrohranbau benötigt werden. Offiziell ist das kein Thema, aber in Brasilien gelten oft die Regeln des Faktischen, nicht unbedingt die geschriebenen Gesetze.

Gefunden bei: FT.com / Shell in $12bn Brazilian biofuels partnership.

Kommentare zu „Warm anziehen, Regenwald“

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  1. Götz Warnke
    schreibt am 5. Februar 2010 09:34 :

    Vor dreißig Jahren habe ich mir die Anfänge des brasilianischen Ethanol-Programms vor Ort angesehen und eine Analyse dazu geschrieben:
    http://www.finetech.net/ddokumente.html

    Schon damals waren die negativen Folgen/Begleitumstände diese Programms deutlich: Umweltverschmutzung, Ressourcenverluste beim Transport, Auslaugung der Böden, Vertreibung der Landbevölkerung.

    Dass diese Probleme jetzt durch Vervielfachung des Kapitaleinsatzes beseitigt bzw. entscheidend verbessert werden, darf füglich bezweifelt werden.

    Eher dürfte das Gegenteil der Fall sein.

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