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Endlich da: das Öko-Auto!

21.01.2010, von

Die Idee hat was, die heute im britischen „Ecologist“ nach zu lesen ist: Ein Brennstoffzellen-Auto könnte mit weniger als einem Liter Wasserstoff auf 100  Kilometer fahren. Treibhausgas-Emissionen: 30 Gramm auf 100 Kilometer, nicht mal ein Drittel heutiger Spitzenwerte. Wenn der Wasserstoff mit Erneuerbaren Energien erzeugt wird, sinken die Emissionswerte noch einmal um den Faktor Zehn.

Revolutionär: Das Design des Autos wäre Open-Source, d.h. kostenlos für jeden kopier- und veränderbar, ein völliger Wechsel im Geschäftsmodell der Autoindustrie, angeknüpft an den Erfolg von Opensource-Projekten wie dem Computerbetriebssystem Linux oder der Firefox-Browser. Damit aber, hofft der Ideengeber Riversimple, könnte das Auto flexibler weltweit produziert werden und mit kleineren Stückzahlen bereits in die Gewinnzone kommen.

Der Clou freilich: der Wagen wird nicht verkauft, sondern kommt als Leasingmodel auf den Markt. Nur so entsteht ein Anreiz, das Auto wirklich nachhaltig und ressourcensparend zu bauen, sagt Hugo Spowers von Riversimple:

There’s no driver for resource efficiency if we sell the car. If we sell the cars… we have a direct incentive to sell as many cars as possible, so there’s absolutely no commercial sense to build in longevity, low running cost or fuel efficiency – the opposite in fact.

In eins, zwei britischen Städten könnte ein Versuch mit solchen Autos bereits im übernächsten Jahr starten. Manchmal muss die richtige Idee zum richtigen Zeitpunkt kommen – die traditionelle Autoindustrie kriselt kräftig. Mal sehen, ob es den Briten gelingt, den Automarkt mit ihrer revolutionären Ideen aufzurollen.

Mehr dazu:  The open-source hydrogen car set to change the industry – The Ecologist.

Kommentare zu „Endlich da: das Öko-Auto!“

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  1. Spielzeug
    schreibt am 2. März 2010 11:07 :

    Hört sich ja schon recht vielversprechend an. Ist nur fraglich ob das wirklich so umgesetzt werden kann. Erst einmal Wasserstoff mit erneuerbaren Energien produzieren.
    Wer weiß was daraus werden wird, die Idee hört sich auf jeden Fall gut an und man sollte sie nicht aus den Augen verlieren.
    Es müssen innovative Ideen her um endlich mal etwas gegen die Luft Verpestung zu unternehmen.

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