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Darwin Preis für Dummies

12.02.2009, von

Achja, good ol‘ Charles D., der vor 200 Jahren das Licht das Welt erblickte, wenn der gewußt hätte, was für ein Preis dereinst nach ihm benannt werden würde.  Die Biologin Wendy Northcutt zeichnet seit 1994 merkwürdige Todesfälle aus. Natürliche Auslese als Evolutionsmotor, ja schon, aber so?

Die Gewinner des Darwin-Preises schaffen es, «sich auf derart blödsinnige Weise aus dem Genpool zu eliminieren, dass dadurch das langfristige Überleben der Art gesichert wird», erklärt Northcutt in ihrem Buch «Die Darwin Awards».

An Tagen, an denen sonst nicht viel geboten ist, sind die Einzelheiten immer wieder schön zu lesen und daher von den Schweizer Kollegen passend zu Darwins Geburtstag ausgegraben. Die Geschichte etwa vom 63jährigen, der mit Starkstrom die  Maulwürfe aus seinem Garten vertreiben wollte etc. Aber Vorsicht: Rabenschwarzer Humor.

Apropos Darwin: Es ist  großartig, wie heute an seinem 200. Geburtstag alle auf den Galapagos-Inseln als Darwins Charles DarwinMega-Inspirationsquelle herumreiten. Als ob die für Darwins Evolutionstheorie so ausschlaggebend gewesen wären. Kaum einer erwähnt dagegen den Geologen Charles Lyell, dessen „The principles of Geology“ Darwin auf seine Expeditionsreise mitgenommen hatte. Lyells Erkenntnisse über die Entstehungsgeschichte der Gesteine und vor allem seine geomorphologischen Betrachtungen haben Darwin maßgeblich beeinflußt. Und, auch das wird gern weg gelassen, Darwins Erkenntnisse über Veränderungen im Erscheinungsbild einer Art stammten vor allem von Tauben bzw. Taubenzüchtern, mit denen Charles Darwin eine rege Korrespondenz pflegte. Aber zugegeben: Darwinfinken auf Galapagos machen einfach mehr her als Tauben in England. Die schönere Story setzt sich halt meistens durch.

Quelle: Wer ist der Dümmste? / Vermischtes / SF Tagesschau.

Kommentare zu „Darwin Preis für Dummies“

Es sind 2 Kommentare vorhanden. Ich möchte einen Kommentar verfassen.

  1. Wolfgang Weiß
    schreibt am 15. Februar 2009 22:36 :

    Was man doch so noch alles lernen kann aber es ist so, dass die Tauben in England die Sache eben langweiliger erscheinen lassen.

  2. Peter
    schreibt am 16. Februar 2009 13:20 :

    Ich glaube einfach, dass die Darwinfinken einfach für alle schnell und simpel nachzuvollziehen sind und hier einfach das generelle System der Anpassung für jeden schnell begreifbar ist. Jedem (vorallem halt auch Kindern) ist klar, dass ein Finke der sich auf Körner spezialisiert einen stabilieren Schnabel braucht als einer, der Insekten auf seinem Speiseplan hat.

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