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Legal vergiftet – dann vergessen

28.01.2009, von

Als ich vorhin die Pressemitteilung der Kollegen von „betrifft“ gelesen habe mit der Schlagzeile „Legal vergiftet, dann vergessen“ ist mir erst wieder eingefallen, dass das mal ein Mega-Thema war: Krank durch Holzschutzmittel. Da gab es Riesenprozesse wegen Vergiftungen. Und diese Prozesse gingen aus wie das Hornberger Schießen (wie so oft in ähnlichen Fällen). Aber was ist eigentlich mit den Opfern, was ist aus ihnen geworden?

Es gibt Tausende von Holzschutzmittelgeschädigten, die damals krank wurden. Und es gibt neue Opfer. Der Film schlägt einen Bogen vom Frankfurter Holzschutzmittelprozess bis heute und beleuchtet anhand konkreter Beispiele die Auswirkungen und Folgen moderner Holzschutzmittel. „Was zählt, ist nicht, ob unsere Mittel krank machen, sondern ob wir dafür haften“ wird einer der damals im Frankfurter Holzschutzmittelprozess verurteilten Manager zitiert.

Der Film von Mirko Tomic lief letzten November schon mal im SWR-Fernsehen, heute abend wird er zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr wiederholt. Über’s Internet und Zattoo oder Kabel bzw. Satellit ist er auch im Rest der Republik zu sehen. Die Interessensgemeinschaft der Holzschutzmittelgeschädigten e.V. findet sich übrigens hier.

Kommentare zu „Legal vergiftet – dann vergessen“

Es sind 17 Kommentare vorhanden. Ich möchte einen Kommentar verfassen.

  1. Naturfreund
    schreibt am 28. Januar 2009 14:03 :

    Den Filmbeitrag habe ich bereits gesehen und es ist ein Skandal, wie mit den Betroffenen verfahren wurde. Sie leiden heute noch unter den Auswirkungen der Chemikalien der besagten Holzschutzmittel, die ihre unheilbaren Gesundheitsschäden ausgelöst haben. Viele der Geschädigten sind an MCS (Multipler Chemikalien Sensitivität) erkrankt. Das oben angeführte Zitat des Managers, ist der blanke Hohn.
    Aber der Gipfel des Ganzen ist, die betreffenden Holzschutzmittel stehen immer noch bzw. wieder in den Regalen der Baumärkte, teilweise wurden Wirkstoffe gegen andere Chemikalien ausgetauscht, die jedoch nicht minder gesundheitsschädigend sind. D. h., es wird im Kauf genommen, dass viele ahnungslose Kunden, weitere Gesundheitsschäden davontragen. Aber im damaligen Holzschutzmittelprozess kamen die Verursacher ungestraft davon, so brauchen sie sich auch heute nicht zu fürchten, der kleine Mann ist der Dumme.

    Solche Filme kann es nicht genug im Fernsehen geben. Die Bevölkerung ist unwissend dessen, dass vielerlei Alltagsprodukte, nicht nur Holzschutzmittel, oft eine enorme negative Auswirkung ihre Gesundheit haben können. Ein kritischer Umgang mit vielen Produkten und sich vor deren Erwerb gut zu informieren, werden immer wichtiger.

  2. Maria
    schreibt am 29. Januar 2009 08:42 :

    Es ist kaum vorstellbar, dass Xyladecor & Co. auch weiterhin verkauft werden dürfen. Das Risiko, dass weitere Menschen schwer krank werden, wird in Kauf genommen. Bei dem gestrigen Filmbeitrag gaben die Toxikologen für die Nachfolgeprodukte ja keine Entwarnung. Wie viele Menschen mögen wohl ihr Holz damit gestrichen haben und dadurch womöglich gesundheitlichen Schaden erleiden?

    Dass damals die Verursacher ungestraft davon kamen, ist ein Skandal, die Opfer werden einfach ihrem Schicksal überlassen. Den Fensterbauer im Film, der noch recht jung an Jahren ist, hat es schlimm erwischt. Was er über das Mischen verschiedener Holzschutzmittel und mangelnden Arbeitsschutz an seinem früheren Arbeitsplatz berichtet hat, ist sicherlich kein Einzelfall. Dr. Binz, der über diese Zustände weiß und sich allgemein für einen besseren Arbeitsschutz einsetzt, hat viele Patienten, deren Gesundheit durch toxische Schädigungen ruiniert wurden. Dr. Binz setzt sich unglaublich für seine MCS-Patienten ein und dafür, dass er das Kind beim Namen nennt, wird ihm übel mitgespielt. Das Trier Online-Magazin 16vor berichtet aktuell darüber.

    Hier der Link dazu:

    http://www.16vor.de/index.php/2009/01/14/der-fall-peter-binz-verfahren-ohne-ende/comment-page-1/

  3. Energiefox
    schreibt am 29. Januar 2009 10:28 :

    Nur durch Zufall haben mein Bruder und ich dieses krankmachende Mittel damals nicht gekauft. Wenn ich daran denke, wir Beiden und die ganze Familie wären jetzt alle gesundheitlich ruiniert.

    Ein Vetter von mir hat eine Holzhandlung (Dachstuhlausbau) bzw. Dächer bauen. Er ist ein Baum von einem Kerl. Plötzlich mit ca. 62 Jahren bekommt er Alzheimer. Ich habe gestern den Bericht gesehen, es ist erschreckend wie unbekümmert die Leute das Zeugs kaufen, das ja heute auch noch recht bedenklich ist, wenn selbst die Toxikologen keine Entwarnung geben können. Ich war mal im Baumarkt, da hat ein Mensch ein Mittel, das nur Außen angewandt werden durfte, für den im Innenraum seiner Hütte gekauft. Die Leute meinen ja auch oft viel hilft viel. Ich meine der Verkäufer sagte, am besten die ganze Hütte abreißen und entsorgen (Sondermüll). Mir tat der kranke Mensch im Filmbeitrag bei DR. Binz leid. So viel ich weiß setzt sich DR. Binz unglaublich stark für Umwelt-geschädigte Leute ein, wie z. B. die durch Holzschutzmittel geschädigten MCS-Kranken. Als Dank dafür, dass er es wagt dieses Problem endlich auf den Tisch zu bringen wird er groß angefeindet.

    http://tinyurl.com/cg4gaa

  4. Vivianne
    schreibt am 29. Januar 2009 17:24 :

    Ich kenne viele Holzschutzmittelgeschädigte durch meine Beratungsarbeit. Es ist ein unsagbares Elend was man zu sehen und zu hören bekommt.

    Meine Frage ist: Wie lange kann es sich ein Staat und dessen Verantwortliche erlauben, Chemikalien im Verkehr zulassen, die Menschen über Generationen vergiften?

    Bei den Holzschutzmittelgeschädigten haben wir es jetzt z.T. schon mit Opfern der 4. Generation zu tun, weil immer noch vertuscht, geleugnet und verschwiegen wird. Das sind Menschen, die unverschuldet ihr Hab und Gut und ihre Gesundheit verloren haben. Sie könnten heute noch fleißig arbeiten und Konsumenten sein, hätte man sie nicht heimtückisch vergiftet.

  5. Juliane
    schreibt am 30. Januar 2009 09:38 :

    Das Buch “Von Menschen und Ratten ,Über das Scheitern der Justiz im Holzschutzmittel Skandal” wurde von Prof: Dr. Erich Schöndorf veröffentlicht.

    Erich Schöndorf war bis 1996 Staatanwalt in Frankfurt am Main.

    Sogenannte Holzschutzmittel haben den Menschen, die ihnen ausgesetzt waren großen gesundheitlichen Schaden zugefügt. Viele Menschen wurden durch Holzschutzmittel MCS krank. Die Zahl der an Holzschutzmittel mittlerweile verstorbenen Menschen ist nicht bekannt. Mir persönlich ist der Fall eines Kindes bekannt, dass verstarb, nachdem die Eltern die Holzverkleidung des Kinderzimmers mit Holzschutzmittel gestrichen hatten.

    Wer aber denkt, das Thema sei schon erledigt, hat sich getäuscht: Es ist der Alltag der Baubiologen tagtäglich bei Messungen giftige Holzschutzmittel zu finden.

  6. yola
    schreibt am 31. Januar 2009 18:20 :

    Wir haben 2 x holzschutzmittelverseuchte Häuser gekauft. Jedes Mal war es nicht identifizierbar, dass giftige Substanzen vorhanden seien, obwohl ich als Hobbyschreinerin, die nie mit Giften gearbeitet hat, schon gut informiert war.
    Das erste, ein 200jähriges, nicht restauriertes Haus, dachten wir hätte keine Gifte. Leider doch, denn DDT wurde früher auch eingesetzt.

    Das jetzige Haus, das zu kaufen notwendig geworden war, weil ich sehr krank wurde, war dann mit PCP, Lindan usw., den typischen Xyla….giftstoffen belastet, so die Umweltambulanz vor 10 Jahren. Wir ließen alle Schadstoffe entfernen (Grossbaustelle mit entsprechenen Kosten), mit den Sekundärkontaminationen und zogen nach 5 Jahren endlich ein.
    Was die Umweltambulanz nicht getestet hatte vor 10 Jahren: die Fenster (und die sind auf Grund der Hanglagenbauweise nur austauschbar, wenn nicht wieder Grossbaustelle und ausziehen). Die Fenster waren NUR mit einer Lasur behandelt, deren Farbe uns nicht gefiel. Da ich keinerlei Gifte benutzte, machte ich mich an die Arbeit mit Ziehklingen und Stahlwolle alle Fenster (innen) wieder auf Holzfarbe zu bringen. Mir ging es aber in dem neuen Haus und bei der Arbeit immer schlechter. Irgendwann war ich fertig mit den Fenstern, sie wurden von uns im rohen Holzzustand belassen, nichtahnend dass sie hochgradig PCP/Lindan usw.typisch Xyla…. verseucht waren und nun die belastete Holzschicht offenporig war.

    Zwischenzeitlich wurde bei mir eine schwere MCS festgestellt, der sehr gute UW-Arzt hat meinen Zustand bis zu einem gewissen Grade stabilisiert.

    Nach nunmehr 10 Jahren wurden dann auch die Fenster analysiert und wiesen die obengenannten Holzschutzmittelgifte auf. Da wir die Fenster nicht ersetzen können wurden sie sofort versiegelt (nicht austauschbar siehe oben). Innentüren idem, sie werden alle ersetzt (allerdings durch geprüfte Materialien – alle).

    So wie uns geht es sehr vielen Menschen, manche können gar nicht mehr in den Häusern leben oder haben kein Geld mehr noch irgendetwas zu ändern, keine Kraft mehr usw.
    doch schützen tut sie keiner.

    Es ist ein Verbrechen an den Menschen allgemein, doch niemand sieht sich zuständig (oder haben alle Entscheidungsträger ANGST vor der Chemielobby?) hier im Sinne der Gesundheit, Gesundheitspävention und der Gerechtigkeit zu handeln. Es dürfte eigentlich kein Haus mehr gebaut oder verkauft werden, ohne Schadstoffpass bezw. Schadstoffunbedenklichkeitszertifikat. Nur dann wären nahezu alle Häuser unverkäuflich, bezw. zum Abriss bestimmt…Leider geht es auch am Bau noch weiter so!

    Und das nur wegen der Macht und der Gier einiger weniger, die aber über ausreichend Skrupellosigkeit verfügen dafür über Leichen zu steigen.

  7. Regina
    schreibt am 31. Januar 2009 19:38 :

    Den Film hatte ich bereits im Herbst gesehen, ohne zu begreifen daß ich selbst betroffen bin. Seit 6 Jahren habe ich ein ständig wechselndes, sich jedoch permanent verschlechterndes Krankheitsbild. (Heftige Schweißausbrüche/chronische Bronchitis ausgelöst durch Putz/Reinigungs/Kosmetik/Essensgerüche, Erstickungsanfälle, perverse Rückenschmerzen, degenerative Veränderung der Wirbelsäule…) Nun kam ich endlich auf die Idee einen Umweltmediziner aufzusuchen und aus eigener Tasche div. Tests zu bezahlen. Ergebnis: Lindan und Deltamethrin (ein Pyrethroid, wird ebenfalls eingesetzt als Holzschutzmittel) und Eugenol (Nelkenöl) als Wurzelfüllung auf welches ich hochallergisch reagiere.
    Nun endlich dämmert es mir: Aufgewachsen (1963-1979) in einem „Holzfertighäusle“, mit einem Hobby-Schreiner als Vater und Nut-und Federbretter mit Xyladecor Anstrich soweit der Heimwerkerhorizont reicht!

    Nein, das Thema ist nicht erledigt!! Ich denke Dank dem Internet-Zeitalter werden sich immer mehr Betroffene und für Recht-Streitbare Menschen zusammenfinden um MENSCHEN UND UMWELT zu einem Recht auf Gesundheit zu verhelfen !!
    Fangen wir an und streichen bei den verantwortlichen Herren mal den Gartenzaun und den Dachstuhl neu.

  8. Dan.k
    schreibt am 3. Februar 2009 10:03 :

    Danke für diesen Blog. Leider werden bis heute durch einige Mediziner Menschen, die durch krankmachende Chemikalien in Innenräumen krank wurden, diffamiert und verspottet. Sogar öffentlich geschieht das immer noch.
    Zum Beispiel am Freitag im Handelsblatt. Da ist die Rede von, Zitat:
    „Hypochonder, die unter vermeintlichen Umweltgiften leiden“ (…)
    „Beim „Sick-Building-Syndrom“ etwa werden Ausdünstungen aus Gebäuden und Innenräumen für die Beschwerden verantwortlich gemacht.“
    (…)
    „Dass die vielfältigen psychischen Störungen neuerdings unter dem Begriff „Lifestyle-Erkrankungen“ zusammengefasst werden,..(…)“

    http://www.handelsblatt.com/technologie/medizin/wenn-der-luxus-krank-macht;2137353;2

    Weshalb erlaubt man in unserem demokratischen Rechtsstaat dass solche Diffamierungen stattfinden dürfen; man weiss z.B. ganz genau, dass immungeschwächte Menschen und Kinder von Holzschutzmittel- oder Schimmelpilzbelasteten Räumen krank werden können. Dennoch betitelt man diese Menschen öffentlich als Hypochonder. Das finde ich absolut unhuman und eine Dreistigkeit, sowas sollte in einem Rechtsstaat wie der BRD verboten werden und die Verantwortlichen sollten zur Rede gestellt werden. Aber statt dessen nimmt das Handelsblatt den Artikel nicht mal aus dem Netz. Zum Glück gibt es Sender wie den SWR, die die Sache dann wieder ins richtige Licht rücken und über die Wahrheit dieser Erkrankungen berichten. Danke dafür.

    • Axel
      schreibt am 3. Februar 2009 11:49 :

      Danke für diesen Kommentar und das Lob. Dennoch habe ich eine Bitte: Beim nächsten Mal eine gültige Emailadresse angeben. Das sind die Regeln im Umweltblog und ich finde, die machen auch Sinn. Die Emailadresse wird nicht veröffentlicht und von mir auch nur im Zusammenhang mit dem Umweltblog genutzt, falls es etwa Unklarheiten in den Formulierungen etc. gibt. Wenn ich keine Adresse zur Rückfrage habe, müsste ich auf die Veröffentlichung verzichten. Wäre doch schade.

  9. Anne
    schreibt am 4. Februar 2009 10:23 :

    Meine Mutter kaufte 1995 unwissend ein Haus indem die Holzdecken dunkelbraun gestrichen waren.
    Sie wunderte sich zwar schon, weshalb der Vorbesitzer dieses Haus nach nur kurzer Zeit verkaufte und sich dann ein anderes zu bauen, freute sich aber darüber ein solches „Schnäppchen“ gemacht zu haben.

    Es fing auch bei ihr schleichend an, über Jahre hinweg kamen immer mehr Symptome hinzu. Sie klagte über Lichtblitze im Auge, Erschöpfung bis hin zu plötzlichem Asthma.

    7 Jahre später waren ihre Unterarme übersät mit eingefressenen Löchern die aussahen wie Vulkankrater. Kein Arzt konnte sagen um was es sich hierbei handelte, selbst eine Biopsie erbrachte nichts.

    Kurze Zeit darauf wurde Krebs diagnostiziert, von der ersten Diagnose bis hin zu ihrem Tod waren es gerade mal 18 Tage.

    3 Tage vor ihrem Tod streichelte ich ihr den Rücken, alleine auf dem Rücken spürte ich an die 30 Metastasen…..der größte hatte den Durchmesser eines Tennisballes.

    Wir hatten bis dahin nicht im geringsten die Idee, dass der Anstrich der Holzdecken damit zu tun haben könnte.
    Noch Wochen zuvor meinte sie, dass es ihr in dem Haus nicht gut gehe, sie bekäme so schlecht Luft. Auch ich merkte immer wieder Schwindel und Ohnmachtsanfälle in dem Haus meiner Mutter, damals wusste ich noch nichts von Holzschutzmittel und konnte mir das alles nicht erklären.
    Einmal saß sie weinend bei ihrer Freundin und meinte, sie möchte nicht mehr in das Haus zurück, irgendetwas tut ihr da nicht gut.

    Meine Mutter lebte 7 Jahre in ihrem „Traumhaus“ bis sie dann 2002 mit nur 48 Jahren starb.

    Bis heute weiß keiner wieviele Menschen an Krebs sterben die in Wirklichkeit zu Tode vergiftet wurden.

    Meine Mutter starb nach der zweiten Chemo, in einem Brief vom Hausarzt stand „vermutlich, seltene toxische Reaktion der Chemo“…….ja , heute ist mir einiges klar. Sie war so vergiftet, dass ihr die Chemochemiescheiße den letzten Tritt gab.

    Das Haus steht heute noch, ihr Lebensgefährte wohnt noch immer darin. Ich kann schon Jahre nicht mehr in das Haus gehen, bekomme sofort Schluckbeschwerden, Schwindel, Zittern und Ohnmachtsanfälle.

  10. Anne
    schreibt am 4. Februar 2009 10:26 :

    Noch was, oben steht die Frage:
    Aber was ist eigentlich mit den Opfern, was ist aus ihnen geworden?

    Sie sterben langsam oder sind schon tot.

  11. tinag
    schreibt am 10. März 2009 22:39 :

    Ich habe auch in einem Kindergarten gearbeitet, in dem es verseuchte Holzdecken gab.
    Nach mehreren Messungen wurde dann endlich saniert, aber die kontaminierten Holzdecken wurden nicht herausgerissen, sondern nur mit schafwolle abisoliert und dann wurde eine Gipsdecke darunter gezogen.
    Ich selbst habe anschließend mehrere Autoimmunerkrankungen bekommen, was leider auch schon zu einer Leber-und einer Nierentransplantation geführt hat. Es geht mir immer noch schlecht und ich habe untypischer Weise immer noch mehr Autoimmunerkrankungen bekommen.
    Ich habe mich damals in einem Institut untersuchen lassen, um Zusammenhänge mit diesen Giften in Betracht zu ziehen, bekam aber dort von dem Arzt gesagt, es könnte evtl . mit der Giftbelastung zusammenhängen, aber es hätte schließlich noch nie so einen Fall gegeben, und deshalb könnte er es mir auch nicht bestätigen.
    Naja ….. tolle Aussage. Langsam denke ich doch, das meine gesamte Krankengeschichte im Zusammenhang mit dem Gift steht.

  12. Naturfreund
    schreibt am 11. März 2009 10:03 :

    Hallo tinag,

    kennst Du das CSN-Forum und den CSN-Blog?

    Dort findest Du weitere Informationen über Umwelterkrankungen, wie z. B. MCS (Multiple Chemikalien Sensitivität) und könntest Dich im Forum mit Mitbetroffenen austauschen.

    Umweltsünden werden gerne vertuscht, Umweltkrankheiten seitens der Behörden gerne in Abrede gestellt.

    http://www.csn-deutschland.de/home.htm

    http://www.csn-deutschland.de/blog/

    Gruß Naturfreund

  13. Walter
    schreibt am 22. Mai 2014 05:55 :

    Leider ist den meisten beteiligten entgangen das die Verantwortlichen nur deswegen davon gekommen sind weil Parteien wie die SPD und speziell Die Grünen, sie (die Täter) nicht nur geschützt haben sondern der Chemischen Industrie auch jede Menge Hintertüren geöffnet haben. Die erwartete Hilfe blieb nicht nur aus sondern sie festigen durch ihr verhalten das handeln der Industrie. Also sollten wir nicht überrascht sein das es heute noch so ist wie vor dem Holzschutzmittel Prozess.

  14. CT
    schreibt am 1. Juli 2014 13:29 :

    Bei Holzschutzanstrichen kann man tatsächlich vieles falsch machen. Das fängt schon beim Abschleifen der alten Anstriche an, die oftmals giftige Substanzen enthalten. Siehe hierzu auch: http://www.mygartenhaus24.de/blog/gartenbauten-gartenzubehoer/streichen-eines-gartenhauses.html

  15. Jenny
    schreibt am 22. Februar 2015 11:29 :

    ICh selber bewohnte zwei Holzhäuser, eines war innen und aussen mit Teeröl behandelt (Fläche so gross wie ein Fussbaldfeld), im zweiten fand sich DDT, Lindan und PCP.

    Nach anderthalb Jahren erkrankte ich an MCS. (zuerst täglich Kopfschmerzen, weisse Zunge, Lungenschmerzen, „Allergien auf viele unterschiedlichsten Chemikalien wie z.B: Flammschutz, Weichmacher u.s.w). Heute kann ich deshalb nur noch sehr wenige Autos auf langen Strecken fahren, da die Autos anscheinend innen sehr viele Chemikalien aufweisen. ICh muss mit vielen Einschränkungen leben. (Keine scharfen Putzmittel zu Hause verwenden können u.s.w.)

    Obwohl unser Dorf unseren Abriss und Wiederabriss des teerölverseuchten Hauses mitbekam, kam keiner und fragte, wie geht es euch denn heute gesundheitlich. Man wurde dann von einigen als überempfindlicher Mensch klassifiziert. Es ist anscheinend nicht logisch oder legal, dass man nach derartiger Holzschutzmittelbelastung Beschwerden haben kann.

    abgestempelt, zur Seite gestellt und nicht zur Kenntnis genommen von vielen. So denke ich, dass ich mich in Zukunft hier weigern werde hier zu bleiben und in diesem Dorf Steuern zu zahlen, zumal auch die Prediger wortlos und ignorant an uns vorbeiliefen und nicht einmal fragte, wie es uns geht, als wir ein Jahr lang mit Kind im Camper vor dem Haus und danach bis zum Wiederaufbau in einer Einzimmerwohnung wohnten.

    Die Ignoranz und falsche Schubladisierung in Unkenntnis zieht weite Kreise. Die Poblematik fängt schon bei den Aerzten an, die das Krankheitsbild nicht kennen oder die Patienten zu wenig ernst nehmen. Bei uns in der Schweiz hiess es, die SChweiz sei umweltmedizinisch auf einem Stand eines Drittweltlandes. Sowas wie MCS hat man halt als Normalbürger einfach nicht….sie ist überempfindlich, statt sie hat eine Schädigung erlitten ist viel einfacher für die ignoranten Leute…

  16. Heiko
    schreibt am 2. Februar 2019 11:09 :

                                            Sehr geehrte Damen & Herren

    Ich habe einen grauenhaften schrecklichen Fehler gemacht
    und meine Holzdecken mit einer Farbe aus dem Praktiker Faust Buntlack für  Außen gestrichen.
    Im Sommer 2006 bin ich in mein Haus eingezogen,hatte dann 2 Jahre später morgens eine leichte Übelkeit die anfangs eine halbe Stunde war,später dann 2-3 Stunden und immer wieder weg ging.
    Eines Tages war es dann stärker und mit Durst verbunden,3l Wasser in einer Stunde.
    Die Abstände wurden immer kürzer.
    Ich hatte auch ab 2007 immer wieder mal extreme Kopfschmerzen ,
    meine Freundin wunderte sich auch darüber, da ich nie Kopfschmerzen hatte.
    Ich habe mich dann immer wieder krank schreiben lassen der Hausarzt hat immer geschimft.
    … (Anmerkung der Red.: im Original folgt hier eine Auflistung von Erkrankungen, die den Kommentarrahmen gesprengt hätte. Wir haben daher gekürzt) …

    Und heute ist es nicht möglich festzustellen, was mit meiner Lunge ist ob man noch helfen kann.
    Im Sommer 2015 wollte ich in die Uni Klinik , da führte kein Weg hin.

    Ich möchte doch nur die richtige Diagnose, vielleicht kann man mir ja noch
    helfen.
    Zum Beispiel in einem Krankenhaus für seltene Krankheiten der Universitätsmedizin in Göttingen. (ZSEG)

      Heiko

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