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Terrorverdächtiger wieder frei. Geschichten aus 1001 Nacht?

16.07.2017, von

JVA Düsseldorf, 15.07.2017

JVA Düsseldorf, 15.07.2017

Manchmal ist die Wirklichkeit doch so, wie im Krimi: Warten. Nachts im Auto vor dem Gefängnis in Düsseldorf. Warten, dass sich das Tor öffnet. Allerdings ohne den filmüblichen Regen. Doch am vergangenen Samstag (15.07.2017) um 00:30 Uhr ging die Tür tatsächlich auf und der Angeklagte trat in die Nacht hinaus.

Sein Onkel, ein Straßenbahnfahrer, und sein Anwalt Daniel Sprafke (Karlsruhe) warten auf ihn. Sonst nimmt offenbar niemand Notiz von dem 27-jährigen Mann, dem der Generalbundesanwalt weiterhin vorwirft, an der Planung eines Attentats in der Düsseldorfer Altstadt beteiligt gewesen zu sein. Oder hat er ab diesem Augenblick wieder Schatten, ist er „unter Wind“, wie es die Sicherheitsbehörden nennen, wenn sie einen Verdächtigen observieren?

Observiert wurde er schon vor seiner Festnahme im vergangenen Jahr. Auffällig wurde Mahmoud B. (alias Mahood B.) damals allerdings nicht, haben die Richter des 6. Strafsenats am OLG Düsseldorf am vergangenen Freitag im Beschluss über die Aufhebung des Haftbefehls ausdrücklich festgestellt: „Die Observation des Angeklagten hat ebenfalls keinen Hinweis dafür ergeben, dass dieser sich in radikal-islamistischen Kreisen bewegt“. Der Generalbundesanwalt hatte, nur Stunden zuvor, der Freilassung ausdrücklich widersprochen.

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Doppelfehler: Terrorverdächtiger spaziert in Chemnitz am SEK vorbei

10.10.2016, von

SEK-Sachsen in "Vollmontur" (Archiv)

SEK-Sachsen in „Vollmontur“ (Archiv)

Eine Szene wie in einem schlechten Krimi: Am vergangenen Samstag Morgen plant die Polizei in Chemnitz, den 22jährigen Terrorverdächtigen Dschabr Al-Bakr in einem Mehrfamilienhaus festzunehmen. Seit etwa zwölf Stunden wissen die Ermittler von dem brisanten Verdacht: Der Mann könnte IS-Terrorist sein, Sprengstoff haben, ein Attentat planen.

Man nimmt mit, was man für solche Einsätze braucht: Ein Spezialeinsatzkommando und ein mobiles Einsatzkommando, einen Führungsstab und los geht’s. Doch während man noch überlegt, wie man die „Zielperson“ am besten „festlegt“, wie es in der Sprache der Ermittler heißt, kann Al-Bakr ungehindert aus dem Haus marschieren. Das bekannte Fahndungsfoto können die Beamten noch von ihm machen, dann ist er weg.

Aufgrund ihrer „Vollmontur“ sei es den Beamten nicht gelungen, schnell genug hinter dem Verdächtigen herzukommen, hieß es heute bei der sächsischen Polizei. Ich füge hinzu: Unerhörterweise ist der Mann auch nicht freiwillig stehen geblieben, als er dazu mündlich („Halt! Polizei!!“) aufgefordert wurde, selbst Warnschüsse hatte er ignoriert.

Durfte das passieren?

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