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Cleverer Dienstleister trickst Polizei bei G20 aus

13.07.2017, von

Oberbaumbrücke Hamburg am G20-Freitag

Oberbaumbrücke Hamburg am G20-Freitag

Am Rande des G20-Gipfels in Hamburg konnte offenbar ein Lkw-Fahrer die Sicherheitsmaßnahmen der Polizei an der Elbphilharmonie unterlaufen. Er fuhr unkontrolliert mit seinem Sattelzug auf den letzten Absperrungsring vor dem Konzerthaus zu. Sein Motiv: Nach dem Willen des Chefs wollte er seine Arbeit schnell erledigen. Doch für die Polizei war die Situation völlig überraschend und alles andere als lustig.

„Für Sekunden sah es nach der ganz großen Katastrophe aus“, sagt jemand, der es erlebt hat. Wie aus dem Nichts sei der Sattelzug am Freitag Abend an der Oberbaumbrücke aufgetaucht und auf die dort stationierten Polizeikräfte zugefahren. In Fahrtrichtung einige hundert Meter weiter steht die Elbphilharmonie. Aufgeblendet und mit einer Phalanx aus sechs zusätzlichen Scheinwerfern kam der Sattelzug den Polizisten entgegen, in einem Bereich, in dem er in den Minuten der Abfahrt der Staatsgäste niemals hätte sein dürfen.

Ist das ein Anschlagsversuch?

Oder ein Blockade-Plan?

Stecken in dem Sattelzug vielleicht Demonstranten, die die Straße blockieren wollen?

Nach einigen aufgeregten Sekunden hielt der Sattelzug vor den wild fuchtelnden Polizisten, sagt ein Augenzeuge. Die Beamten hätten ihn sonst wohl auch gewaltsam gestoppt. Das Fahrzeug sei durchsucht worden, war aber – wie es der Fahrer schon angekündigt hatte – leer.

Er habe im Auftrag seines Chefs Material aus der Elbphilharmonie abholen wollen, soll der Mann zu den Polizisten gesagt haben. Am Tag zuvor habe er es dort angeliefert. Da aber schon am Vortag klar gewesen sei, dass es nach dem Konzert erhebliche Verkehrsprobleme geben würde, soll der Chef seinem Fahrer einen vermeintlich besonders cleveren Tipp gegeben haben: Das Fahrzeug nämlich gar nicht erst weit weg zu fahren, sondern an der nächsten möglichen Stelle am Straßenrand zu parken und dann am Freitag Abend zu Fuß zum Lkw zu laufen – damit alles schneller geht.

Die Polizei Hamburg will sich zu der Sache derzeit nicht äußern. Grundsätzlich sammele man gerade alle Vorkommnisse für die Aufarbeitung, so die Polizeipressestelle. Zur konkreten Frage nach dem Sattelzug an der Oberbaumbrücke heißt es aber nur: Kein Kommentar.

 

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Hintergründe des Münchner Terroralarms an Silvester: Zwei Brüder und Drei Könige

03.01.2016, von

Polizisten am Silvesterabend 2015 in München (dpa)

Polizisten am Silvesterabend 2015 in München (dpa)

Wie kam es zur spektakulären Terrorwarnung am Silvesterabend? Dieser Frage bin ich gemeinsam mit meinem Kollegen Oliver Bendixen, Polizeireporter des Bayerischen Rundfunks, in den vergangenen zwei Tagen nachgegangen. Es ist eine spannende Geschichte: Alles begann kurz vor Weihnachten in einem Polizeirevier in Baden-Württemberg mit zwei irakischen Brüdern – und ist erst nach dem Feiertag „Drei König“ (06. Januar) richtig ausgestanden.

Die Einzelheiten zur Polizeioperation „Januar“ stehen hier bei tagesschau.de

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