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NSU-Morde: Malen nach Zahlen?

27.04.2015, von

FDP-Theorie: NSU-Logo

FDP-Theorie: NSU-Logo (Quelle: FDP-Fraktion NRW)

Auf den ersten Blick ist es überraschend, bei längerem Nachdenken stellen sich einige Fragen – aber eine These des „FDP-Teams“ im Untersuchungsausschuss „NSU“ in Nordrhein-Westfalen verdient eine nähere Betrachtung. Wie früher in den Kinderheften „Malen nach Zahlen“ hat man die Tatorte des „NSU“ auf einer Deutschlandkarte eingetragen und miteinander verbunden. Heraus kommt für die FDP das „NSU“-Logo – allerdings unter Vernachlässigung der Reihenfolge der Taten. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP ind NRW, Joachim Stamp, meint dazu: „Wenn alle bisher bekannten Tatorte von Morden und Sprengstoffdelikten, die dem NSU zugerechnet werden, miteinander verbunden werden, ergibt sich auf der Deutschlandkarte das fast vollständige NSU-Logo, wie es u.a. im Bekennervideo benutzt wird“.

Allerdings räumt Stamp ein, dass (mindestens) ein Markierungspunkt fehlt. Gibt es also eine unentdeckte oder nicht durchgeführte Tat? Oder ist das alles ein (weiterer) grotesker Zufall?

Darstellung im "NSU" Bekennervideo

Darstellung im „NSU“ Bekennervideo

Tatsächlich zeigt das Bekennervideo ein sehr ähnliches Logo und stellt die Taten als „Deutschlandtour“ da. Stamp hat seine Erkenntnis nach eigenen Angaben gestern dem Generalbundesanwalt und dem Oberlandesgericht München mitgeteilt. Und heute einigen Journalisten. Die Sache soll ja ihre Wirkung nicht verfehlen. Doch ich halte sie immerhin für so beachtlich, sie hier darzustellen.

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Kommentare zu „NSU-Morde: Malen nach Zahlen?“

Es sind 3 Kommentare vorhanden. Ich möchte einen Kommentar verfassen.

  1. Ulf G. Stuberger
    schreibt am 27. April 2015 10:51 :

    Oh welch herrliche Chance für Personen, die gerne aus ihrer eigenen virtuellen Welt heraus spintisieren.

  2. lx
    schreibt am 27. April 2015 15:29 :

    Sieht wohl eher nah einer „14“ aus – gerne mit „Zwickau“ als notwendiger Punkt. Dort war das große Kleine Finale. Aber was sagt so etwas schon aus? Der „Döner Killer Song“ ist doch der erste Hinweis darauf, dass die „Rechte Szene“ sich vereinzelt spöttisch über die Mordserie geäußert hat – das Video – mutmaßliches Entstehungsjahr 2007- sprudelt nicht gerade über vor Insiderkenntnissen(eher das Gegenteil ist der Fall).

    Da ist das freie Verbinden von diversen Punkten auf einer Karte beinahe als exakte Wissenschaft zu definieren.

  3. MTS24
    schreibt am 26. Mai 2015 19:16 :

    Die rechte Szene hatten doch in Köln auf der Keupstr. Splitterbomben angezündet.
    Was ist denn draus gweorden? Wurden die endlich geschnappt?

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