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Peymann: Wohl kein Praktikum für Zschäpe

14.01.2014, von

Bildnachweis: Haus der Geschichte Baden-Württemberg / Werner Kuhnle

Diskussion mit Claus Peymann (Foto HdGBaWü / W. Kuhnle)

Zugegeben: Es ist nicht gerade wahrscheinlich, dass er überhaupt in die Verlegenheit kommen könnte. Trotzdem denkt der „Theaterpapst“ und Intendant des Berliner Ensembles, Claus Peymann, „eher nicht“, dass er Beate Zschäpe nach dem Ende des NSU-Prozesses (und einer sich daran wohl anschließenden Haftzeit) ein Praktikum zur Resozialisierung anbieten würde. Zur Erinnerung: Ein entsprechendes Angebot Peymanns für den früheren RAF-Terroristen Christian Klar hatte 2008 für allerhand Wirbel gesorgt.

Die Frage, ob er denn auch Beate Zschäpe etwas zur Resozialisierung anbieten würde, habe ich Peymann anläßlich einer Podiumsdiskussion im Haus der Geschichte Baden Württemberg gestellt, in der derzeit eine sehr sehenswerte Sonderausstellung zur „RAF“ stattfindet. In der Diskussion (an der auch Klaus Kinkel und Antje Vollmer teilgenommen haben) ging es um die Versöhnungsinitiativen mit der RAF. Es war ein kontroverses, emotionales Gespräch, in dem schnell deutlich wurde, dass beim Thema Terrorismus Dialogbereitschaft nur wenig und durchaus selektiv ausgeprägt ist.

Da ich die Diskussion moderiert habe und insofern „befangen“ bin, verweise ich zum Verlauf gerne auf den ausführlichen Artikel meiner Kollegin Gabriele Renz vom „Südkurier“.  

Nur noch ein Gedanke dazu von mir – entsprechend habe ich auch Antje Vollmer gefragt: Würde sie heute, so wie damals bei der „RAF“, zehn namhafte und von allen Seiten geachtete Persönlichkeiten finden, die einen Dialog mit dem NSU versuchen würden? Ich habe keine klare Antwort bekommen, aber die Skepsis war deutlich spürbar…

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Kommentare zu „Peymann: Wohl kein Praktikum für Zschäpe“

Es sind 2 Kommentare vorhanden. Ich möchte einen Kommentar verfassen.

  1. geheim
    schreibt am 15. Januar 2014 12:45 :

    Gibt es davon auch eine Videoaufzeichnung?

    • Holger Schmidt
      schreibt am 15. Januar 2014 13:10 :

      @geheim Wüsste nicht. Fragen Sie doch ggf mal bei der NSA nach 😉

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