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Früherer GIMF-Mann zu Haftstrafe verurteilt

21.11.2013, von

Haft für Mohammed Salim A.

Haft für Mohammed Salim A.

Mohammed Salim A., Islamist und früheres Mitglied der „Globalen Islamischen Medienfront“ (GIMF) ist heute vom Oberlandesgericht Frankfurt am Main nach Jugendstrafrecht zu dreieinhalb Jahren Haft wegen der mitgliedschaftlichen Beteiligung an der terroristischen Vereinigung „IBU“ (Islamische Bewegung Usbekistans) verurteilt worden. Dem Urteil ging eine Verständigung zwischen Gericht, Bundesanwaltschaft und Verteidigung voraus.

A. war bereits im GIMF-Verfahren vor dem Oberlandesgericht München schuldig gesprochen worden. Damals verzichtete der Senat unter Manfred Götzl (der aktuell den NSU-Prozess führt) aber nach Jugendstrafrecht auf den Ausspruch einer Strafe. Doch die Terrorkarriere von Salim Mohammed A. ging rasant weiter. Kaum mit dem Münchner Verfahren fertig, begann er, sich für die IBU zu engagieren und wurde deren Ansprechpartner in Deutschland für Jihadwillige.

Es ist eine traurige Entwicklung, denn im Münchner Verfahren konnte man zumindest die Hoffnung haben, dass Salim Mohammed A. nach einer schweren Zeit die Signale des Gerichts verstanden und einen anderen Weg eingeschlagen hatte. Aufgewachsen in Idar Oberstein und Sankt Augustin, lebte er nach der Scheidung seiner Eltern in Offenbach. Nach der Hauptschule scheiterte er in der Realschule und hatte einen Teilzeitjob bei einem großen Postdienstleister. Die Familienverhältnisse waren ausgesprochen schwierig.

Mir ist er noch gut in Erinnerung, weil wir uns während des Prozesses zufällig vor einem Computerladen trafen und ins Gespräch kamen. Es war ein vernünftiges Gespräch mit einem jungen Mann, der begriffen zu haben schien, dass sein Leben nicht so wie bis dahin weiter gehen konnte. Von dem Foto oben unterschied er sich – äußerlich – deutlich.

 

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Kommentare zu „Früherer GIMF-Mann zu Haftstrafe verurteilt“

Es sind 2 Kommentare vorhanden. Ich möchte einen Kommentar verfassen.

  1. Deutscher
    schreibt am 2. Dezember 2013 23:37 :

    Über drei Jahre? Für „Ansprechpartner für Jihadwillige“?

    Sie sprechen von einer „Terrorkarriere“. Wen genau hat er terrorisiert? Kann ein Bürger benannt werden, der sagen kann, irgend einen Schaden durch diesen jungen Mann erlitten zu haben?

    Ein bestimmter Schaden kann nicht benannt werden.

    Die Gesetzgebungsrichtung, in die wir uns bewegen, erinnert an dunkle frühere Zeiten…

  2. JLloyd
    schreibt am 8. Dezember 2013 10:57 :

    Vermutlich kam es überhaupt nur deshalb zu einer Verurteilung weil der junge Mann nicht mit den VS-Behörden kooperiert hat: Ein umgedrehter Rekrutierer dürfte dem VS mehr als nur 30 Silberlinge wert sein.

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