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War Beate Zschäpe vor dem Mord an Kubasik in Dortmund?

19.09.2013, von

Kurz vor der Mittagspause gab es einen interessanten Beweisantrag im NSU-Prozess: Rechtsanwältin Doris Dierbach beantragte, eine Frau zu laden, die Beate Zschäpe Anfang April 2006 in Dortmund gesehen haben will. Nur wenige Tage vor dem Mord an Mehmet Kubasik am 04. April 2006 habe sie Personen aus ihrem Dachfenster auf dem Nachbargrundstück beobachtet – bei denen es sich um Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt, Beate Zschäpe und einen „bulligen Neonazi“ gehandelt habe. Rechtsanwältin Dierbach möchte, dass diese Frau als Zeugin gehört wird. Hätte sie das Trio tatsächlich kurz vor der Tat in Dortmund gesehen, wäre das eine bemerkenswerte Neuigkeit. Es wäre nicht der erste Hinweis auf Beate Zschäpe in Dortmund – allerdings klingt er auf’s erste Hinhören deutlich konkreter, als das Foto im Eisenbahn-Kurier, auf dem ja ebenfalls Beate Zschäpe in Dortmund zu sehen sein soll – allerdings schon 1989.

So spektakulär der Antrag von Rechtsanwältin Dierbach klingt, man wird die Glaubhaftigkeit der Frau erst bewerten können, wenn sie vor Gericht aussagt oder von den Ermittlungsbehörden vernommen worden ist.  Aber natürlich drängt sich die Frage auf, ob sich die Zeugin schon früher an die Polizei gewandt hat – und wenn nein, warum nicht. Laut den Ausführungen von Rechtsanwältin Doris Dierbach will die Frau Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos schon kurz nach dem Auffliegen der Gruppe auf Fahndungsfotos erkannt und darüber mit ihrem Mann gesprochen haben.

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