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Familie G. und die Tasche vom Bonner Bahnhof

23.05.2013, von

Ist die Sache im Bonner „Taschenbomben-Fall“ wirklich so klar, wie manche Kollegen glauben? Sie schreiben von Durchbruch und „heisser Spur“.  Tatsächlich haben Kriminaltechniker wohl DNA-Spuren in der Tasche und sogar am Sprengsatz selbst gefunden, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf Frau und Kind von Marco R. G. passen. Doch der ist derzeit offiziell noch nicht einmal Beschuldigter in diesem Fall – sondern sitzt wegen des möglichen Leverkusener „Pro-Plots“ in Untersuchungshaft. Zudem hat die Polizei herausgefunden, dass ein Mitglied der Familie G. ein Taschen-Set gekauft hat, das der Bonner Tasche entspricht. Doch eine „heisse Spur“ sind beide Ereknntnisse (leider) nicht.Denn der klare Bezug zu Marco G. fehlt. Aber genau den bräuchte man, um vor Gericht nicht Schiffbruch zu erleiden. Zumal die DNA-Erkenntnisse nach meinem Eindruck zwar Treffer, aber keine „Volltreffer“ sind – also eine gewisse Wahrscheinlichkeit bieten, aber nicht die theoretisch mögliche Eindeutigkeit. Ebenso verhält es sich mit der Tasche. Natürlich ist es interessant, wenn eine solche Tasche auch bei Familie G. vorhanden ist oder war. Nur: Als Beweis allein wird es vor Gericht nicht reichen. Zudem könnten auch andere Familienmitglieder als Täter in Betracht kommen. Mit oder ohen Wissen von Marco G. 

Trotzdem sind die Ermittler nach meinem Eindruck optimistisch, den Bonner Taschenbomben-Fall noch zu klären. Auch wenn es noch „ein langer Weg“ ist, den sie vor sich haben – wie mir ein führender Ermittler sagte.

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Kommentare zu „Familie G. und die Tasche vom Bonner Bahnhof“

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  1. JLloyd
    schreibt am 23. Mai 2013 17:39 :

    Inwiefern läßt sich eine Kreuzkontamination ausschließen ?

    • Holger Schmidt
      schreibt am 23. Mai 2013 19:34 :

      Gute Frage. Auch das dürfte die Ermittler beschäftigen.

  2. Bert Grönheim
    schreibt am 24. Mai 2013 18:13 :

    Ich schätze ja Ihre Beiträge sehr; diesen habe ich beim querlesen nur zu 1/3 verstanden. Zu viele wenns, abers und könntes.

  3. Mirco
    schreibt am 26. Mai 2013 18:25 :

    DNA-Spur heißt Spur, weil es einen Hinweis gibt, wo man suchen könnte. Hier also der Hinweis auf mögliche Verbindungen von G. und zu den Bonner Taschenbomben. Das sind keine Beweise, die muss man nun suchen.

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