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Die Causa Becker Buback…

14.11.2012, von

 

Ulf G. Stuberger: "Die Causa Becker Buback"

Ulf G. Stuberger: „Die Causa Becker Buback“

… heisst ein Buch, das der Journalist und Autor Ulf G. Stuberger über den „Buback-Prozess“ gegen Verena Becker geschrieben hat. Auf mehr als 700 Seiten protokolliert und analysiert Stuberger den Prozess. Während der Hauptverhandlung in Stuttgart war er der Doyen unter uns Berichterstattern – und soweit erkennbar der einzige Kollege, der den Fall auch 1977 am Tatort journalistisch „bearbeitet“ hatte: Er war nach eigener Darstellung der erste Reporter am Tatort, seine Meldung vom Tod des Generalbundesanwalts sei die erste Meldung des Attentats überhaupt gewesen., erzählt Stuberger. Und fühlt sich auch deshalb sehr mit dem Thema verbunden. Nun schließt Stuberger den Kreis und legt seine – teilweise sehr persönlichen – Prozessbeobachtungen als Buch vor:

Der Wälzer „Die Causa Becker Buback“ ist eine Vorzugsausgabe in kleiner Auflage im Selbstverlag (ca. 750 Seiten, 89,90 Euro). In den kommenden Monaten will Ulf G. Stuberger ein weiteres Buch in üblichem Umfang über den Prozess schreiben. Der interessierte Leser kann also entscheiden, in welchem Umfang er Stubergers Prozessbeobachtungen lesen möchte. Die schon vorliegende (gedruckte) Vorzugsausgabe scheint mir dabei eher für wirkliche Liebhaber der Materie geeignet zu sein: Sie ist ausgesprochen ausführlich und persönlich. So schildert Ulf Stuberger seine – durchaus zwiespältigen – Erfahrungen mit Michael Buback und interessante, teilweise erschreckende (Rand-)Beobachtungen  während des Hauptverfahrens.

Für mich ist das Buch lesenswert, allerdings hätte ich mir ein Glossar gewünscht. Und einen Lektor – was sich in Anbetracht des ungeheuren Umfangs des Werkes leicht sagt und wohl im Alleingang kaum besser zu machen ist. Übrigens gibt es diesen „Grossen Stuberger“  auch als (sehr viel kostengünstigeres) Ebook. Beide Versionen sind über die Homepage von Ulf G. Stuberger zu beziehen. Die kürzere Version für den Buchhandel soll im kommenden Jahr erscheinen.

 

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Kommentare zu „Die Causa Becker Buback…“

Es sind 4 Kommentare vorhanden. Ich möchte einen Kommentar verfassen.

  1. Ulf G. Stuberger
    schreibt am 15. November 2012 07:46 :

    Vielen Dank für die konstruktive Kritik, die ich zum Anlass für Gedanken über Veränderungen nehmen werde.

  2. Andrea
    schreibt am 18. November 2012 16:01 :

    Offensichtlich kann man gut Geld verdienen mit dem Leid/Unglück der Prozessbeteiligten
    Gut 90,00 Euro für die Einschätzung/Auswertung eines Prozesses in Buchform…..
    Na da lese ich doch lieber Ihre hier veröffentlichte Chronik, Herr Schmidt.

    • Holger Schmidt
      schreibt am 18. November 2012 21:43 :

      @Andrea: Offen gesagt glaube ich nicht, dass ein solches Buch zu Reichtum führen kann. Es dürfte bei der geringen Auflage kaum mehr als der Selbstkostenpreis sein – ganz abgesehen von dem immensen Aufwand der Prozessbeobachtung, die für frei arbeitende (also nicht bei einem Verlag, Agentur oder einer Rundfunkanstalt fest angestellte) Journalisten kaum rentabel zu betreiben sein dürfte. Reich wird man an so einem Buch nicht.

      Und nur ganz nebenbei bemerkt: Meinen Blog haben Sie als Dreingabe zu Ihrer Rundfunkgebühr bekommen. 😉

  3. Andrea
    schreibt am 20. November 2012 14:24 :

    @HSchmidt: Aber mal ehrlich Herr Schmidt, ist Ihre Argumentation nun auch ein Argument dieses Buch für gut 90,00 Euro zu kaufen? Ich verstehe ja, dass Sie den geschätzten Kollegen da unterstützen und bemängele ja auch gar nicht seine Arbeit an sich (das steht mir auch nicht zu!) sondern es war lediglich eine Feststellung meinerseits, dass man mit dem Leid/Unglück anderer Personen offensichtlich Geld verdienen kann. Ich schrieb nicht, dass man dadurch reich wird!
    Und der Kollege schreibt ja wohl auch kein Buch um dadurch ärmer zu werden, oder 😉 ?

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