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Die Vorwürfe im NSU-Verfahren

08.11.2012, von

Die Anklageschrift ist noch nicht zugestellt (siehe mein „Tracking“ rechts), trotzdem hat der Generalbundesanwalt soeben die Vorwürfe der Anklage gegen Beate Zschäpe und vier weitere Angeklagte bekannt gegeben:

Beate Zschäpe wird wegen 10 Fällen des mittäterschaftlichen Mordes, besonders schwere Brandstiftung und dreifachen versuchten Mordes, Mordversuchs durch zwei Sprengstoffanschläge in Köln sowie Gründung des „NSU“ und Mittäterschaft an 15 Raubüberfälle angeklagt.

Ralf Wohlleben und Carsten S. wird die Beihilfe zu neun Morden vorgeworfen.

André E. wird die Beihilfe an zwei Sprengstoffanschlägen in Köln, Beihilfe zu zwei Raubtaten und Unterstützung des NSU in zwei Fällen vorgeworfen.

Holger G. wird die Unterstützung des NSU in drei Fällen vorgeworfen.

Die Anklage ist vor dem OLG München erhoben worden. Das OLG wird nun entscheiden, ob es zum Hauptverfahren kommt. Diese Entscheidung wird mehrere Wochen dauern, Prozessbeginn dürfte (im Fall der Zulassung) frühestens im Februar 2013 sein.

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Kommentare zu „Die Vorwürfe im NSU-Verfahren“

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  1. moe
    schreibt am 10. November 2012 12:26 :

    Warum eigentlich vor dem OLG in München?

    • Holger Schmidt
      schreibt am 12. November 2012 10:55 :

      @moe: Weil nach Auffassung des Generalbundeanwalts der Schwerpunkt der Taten in Bayern lag. Dort (in Nünrberg und München) wurden fünf der zehn Morde begangen. Im Gerichtsverfassungsgesetz ist geregelt, dass für „Staatsschutzsachen“ das Oberlandesgericht zuständig ist, in dessen Bezirk die Landeshauptstadt des jeweiligen Bundeslandes liegt. Daher OLG München.

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