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Salafist aus Villingen-Schwenningen wird ausgewiesen

29.05.2012, von

Heute hat das Innenministerium Baden-Württemberg bekannt gegeben, dass ein Türke aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis aus Deutschland ausgwiesen werden soll, weil er ein islamistischer Salafist sei. Regelmäßigen Lesern dieses Blogs dürfte der Mann noch in Erinnerung sein. Es handelt sich offenkundig um den 28jährigen Ümit K., der 2009 als „Sessel-Jihadist“ zu sechs Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden war.

Ümit K. hatte damals ein Video des zwischenzeitlich verschiedenen Al Qaida-Mitglieds Bekkay Harrach bei Youtube hochgeladen. Vor Gericht erklärte er damals, den Inhalt nicht gekannt zu haben. Die Richterin überzeugte das nicht. Und auch nach seiner Haftentlassung hatten Polizei und Verfassungsschutz regelmäßig mit ihm zu tun. Mal soll er wieder auf Youtube Videos gepostet haben, mal soll er zu seiner Hochzeit in Stuttgart ausgerechnet Ibrahim Abou-Nagie als Imam eingeladen haben (und dieser kam wohl auch, was ebenso bemerkenswert wäre). Zuletzt beschäftigten sich Polizei und Verfassungsschutz ausführlich mit Ümit K., als dieser mit Begleitern aus dem beschaulichen Villingen-Schwenningen nach Bonn fuhr – offenbar, um sich an den Demonstrationen gegen „Pro-NRW“ zu beteiligen. Im Gegensatz zu seinen Begleitern aus dem Schwarzwald wurde Ümit K. allerdings nicht festgenommen.

Besonders einfallsreich soll in der Vergangenheit das BKA gewesen sein, als man bei einer bestimmten Gelegenheit vor der Gefahr warnen wollte, die von Ümit K. ausgehen könnte. Eine Art Infostand sei vor seiner Wohnung aufgebaut worden. Aber natürlich nicht unter dem Namen „BKA“ sondern unter einem anderen, unverdächtigen Namen. Das ganze soll unter dem Stichwort „Prävention“ gelaufen sein.

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