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NSU-Opferanwalt sorgt sich um Wulff-Diskussionen

17.02.2012, von

Am Donnerstag soll in Berlin die zentrale Gedenkfeier für die Opfer der Neonazi-Mordserie stattfinden. Eine Idee des damaligen Bundespräsidenten, die von vielen Angehörigen dankbar angenommen wurde. Doch nun nehmen bei den Betroffenen die Sorgen zu: Schadet die Diskussion um den Bundespräsidenten der Würde der Veranstaltung? Der Waiblinger Opferanwalt Jens Rabe vertritt zusammen mit Rechtsanwalt Stephan Lucas die Familie des wohl ersten Mordopfers Enver Simsek (ermordet am 09.09.2000 in Nürnberg). Er sorgt sich und sagte dem SWR: „Dass den Opfern des Rechtsterrorismus in einer Trauerfeier gedacht wird, ist für die Opferfamilien von zentraler Bedeutung. Endlich können die Angehörigen das vorbringen, was sie bewegt und verletzt hat. Die Diskussion um den Bundespräsidenten meinen wir Opferanwälte dürfen an diesem Tag keine Rolle spielen, dieser Tag gebührt allein den Opfern und wir erwarten, dass diesem Anspruch genügt wird“.

Die Frage ist nun, wie die Angehörigen darauf reagieren werden, falls Horst Seehofer, der als Bundesratspräsident die Amtsgeschäfte des Bundespräsidenten übernehmen wird, auch die Federführung der Trauerfeier übernehmen wird. Denn Seehofer ist als Bayerischer Ministerpräsident zugleich oberster Dienstherr der bayerischen Polizei – der es weder gelang, die Mordserie aufzuklären, noch sie als rechtsterroristisch zu erkennen.

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