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Ina Beckurts zur Beweisaufnahme im Buback-Prozess

14.02.2012, von

Eine sehr interessante Reaktion zu der Bilanz der Beweisaufnahme im Verfahren gegen Verena Becker hat mich von Ina Beckurts erreicht. Die Witwe des ebenfalls von der RAF ermordeten Siemens-Managers und Forschungsleiters der Siemens AG,  Karl Heinz Beckurts, kommt seit einigen Monaten regelmäßig zum „Buback-Prozess“ in Stuttgart, um sich selbst ein Bild zu machen. Sie schreibt mir: „Ich bin sehr angetan von Ihrer Idee der Befragung! Da ich mittlerweile an die 14 mal dort war, kann ich die Meinungen und Personen, sowie auch die übrigen freien Journalisten, ganz gut einschätzen …  Meine Motivation ist „ich will es mit eigenen Augen und Ohren beobachten können“  ist sicher nicht verkehrt gewesen“. Sodann beantwortete Ina Beckurts aus ihrer Sicht meine Fragen – mit ihrer Erlaubnis darf ich die Einleitung und die Antworten hier veröffentlichen:

 

Hat Michael Buback mit seinem Wunsch „die Täter zu kennen“ etwas erreicht?

Ina Beckurts:
„Michael Buback hat vor allem (so wie ich) erkannt, wo die Täter verankert sind. Wer sie  – und warum!  – beauftragt hat, wäre für beide sehr  wichtig gewesen.“

Wie hat sich die Bundesanwaltschaft in der Beweisaufnahme präsentiert?

Ina Beckurts: „Ich bin mit allen Befragten einig  zu dieser Frage und füge hinzu: sie müssen diesen Prozess steuern. Schon die Sperrung der klärenden Akten wird einen Grund haben. Da darf ja nicht trotzdem etwas herauskommen. Vielleicht würde sich nicht mal  jeder Bundes- oder Staatsanwalt trauen, so brutal zu sein. Es wirkt wie  eine Kaderschule!

Was glauben Sie: Wird Verena Becker verurteilt werden? Und wenn, für was?

Ina Beckurts:
„Ich glaube, weil schon so viel getoppt wurde: nun auch noch Freispruch mangels Beweisen“

 

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