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Anwaltswechsel: Buback wirft Endres raus

21.10.2011, von

Schon seit Tagen raunte es in Kollegenkreisen: „Michael Buback will sich von Ullrich Endres trennen“. Nun kam die Bestätigung. Ein neuer Anwalt hat sich avisiert – und auch die Partnerin von Dr. Endres als Nebenklagevertreterin, Rechtsanwältin Runge, soll abgelöst werden. Dem Prozess kann es nur gut tun. Doch wer übernimmt eine Nebenklagevertretung, wenn geschätzte 80 Prozent der Verhandlung schon gelaufen sind?

Der Waiblinger Rechtsanwalt Jens Rabe traut es sich zu. Er ist die neue Wahl von Michael Buback. Der 35jährige hat zuletzt unter anderem Opferfamilien des Winnender Amoklaufs und eine Prostituierte im „Pussy-Club-Verfahren“ vertreten. Er will sich als Opferanwalt profilieren – da passt die kleine aber feine Zielgruppe der RAF-Opfer wahrscheinlich gut ins Portefeuille.

Dr. Ullrich Endres hat dem Gericht inzwischen mitgeteilt, er wolle nicht mehr kommen, hieß es in Justizkreisen.

Das wird nicht jeder der Beteiligten bedauern. Zuletzt waren seine Auftritte (die oft nach Verhandlungsbeginn begannen und vor Verhandlungsende endeten) von mehr Verve denn Aktenkenntnis geprägt. Die Dinge schienen an ihm vorbei zulaufen – wenn er denn da war. Endres versuchte, es durch Lautstärke und ironische Kommentare zu überspielen. Zumindest für den Chemiker Prof. Michael Buback war das offenkundig nicht die richtige Formel.

Interessant dürften noch die Abrechnungsmodlitäten zwischen Endres und dem Senat werden. Er war als Nebenklageanwalt auf Staatskosten beigeordnet – was bei Kapitaldelikten ohne Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse möglich ist. Gleichzeitig beantragte Endres regelmäßig auch die Beiordnung für seine Kollegin Runge, wenn es diese nicht nach Stuttgart schaffte (was öfters der Fall war). Eine Prüfung dieses Ansinnens steht noch aus.

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Kommentare zu „Anwaltswechsel: Buback wirft Endres raus“

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  1. Andrea
    schreibt am 21. Oktober 2011 16:04 :

    Hm, was sagt man dazu?
    Die Frustration scheint jedenfalls auf allen Seiten groß zu sein.
    80% Prozess gelaufen und nichts nennenswertes passiert.
    Am Ende wird es eh darauf hinaus laufen, dass die Staatskasse bzw. der Steuerzahler auf die Verfahrenskosten sitzen bleibt.
    Vielen Dank für die Berichterstattung.
    Herzliche Grüße,
    Andrea

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