. .

Osama Bin Laden ist tot

02.05.2011, von

Aktuell

Osama Bin Laden

Osama Bin Laden

Osama Bin Laden ist tot. Das hat US-Präsident Barack Obama soeben in einer Fernsehansprache mitgeteilt. Bin Laden sei im Norden Pakistans gefunden worden, ein Spezialkommando der US-Armee habe den Auftrag zur Festnahme bekommen. Doch bei einer Schiesserei sei „OBL“ getötet worden. Die US-Truppen hätten seinen Leichnam sichergestellt, sagte Obama. Ich halte diese Schilderung für glaubwürdig.

Osama Bin Laden ist schon lange in Pakistan vermutet worden – auch von deutschen Sicherheitsbehörden. Vom Bundesnachrichtendienst war schon vor Monaten zu hören, man könne relativ sicher sagen, „wo ungefähr“ Osma Bin Laden in Pakistan sei. Doch es sei politisch zu heikel, wenn die USA Bin Laden mitten in Pakistan festsetzen würden, sagte mir damals ein hochrangiger Mitarbeiter des BND. Denn die Atommacht Pakistan sei politisch zu unstabil.

Solche Überlegungen scheinen die USA nun nicht mehr gestört zu haben. Offenbar wusste man exakt, wo Bin Laden war. In Abbottabad, einer Stadt Nahe der Hauptstadt Islamabad. Dort sollen US-Spezialkräfte versucht haben, ihn festzunehmen. Bei einer Schiesserei sei er aber getötet worden. Die USA hätten seinen Leichnam sichergestellt.

Die Nachricht wäre ein Triumph für US-Präsident Barack Obama. Ich rechne damit, dass die US-Regierung in Kürze als Beweis ein Foto des toten Bin Ladens veröffentlichen wird. Für Al Qaida dürfte es dagegen ein schwerer Schlag sein. Zwar geht man schon lange davon aus, dass Bin Laden kaum noch eine direkte operative Führung des Terrornetzwerks inne hat. Doch er war weltweit die Symbolfigur des islamistischen Terrors und eine Identifikationsfigur für den Kampf gegen die USA. Sein Stellvertreter Aiman Az-Zawahiri und andere hochrangige Führungsfiguren haben nie seine Popularität erreicht.

LinkARENAStudiVZShare

Kommentare zu „Osama Bin Laden ist tot“

Es sind 10 Kommentare vorhanden. Ich möchte einen Kommentar verfassen.

  1. Anonym
    schreibt am 2. Mai 2011 15:51 :

    es wird wohl kein Beweisfoto geben da der “Seebestattet“ wurde (Link gelöscht) aber was halten sie von diesem Bild ?
    (Link gelöscht) sieht ziemlich nach photoshop aus finden sie nicht auch ?!

    • Holger Schmidt
      schreibt am 2. Mai 2011 15:58 :

      @Anonym: Die USA haben erklärt, dass sie noch nicht entschieden haben, ob Bilder des toten OBL veröffentlicht werden. Das derzeit kursierende Bild ist eine (alte) Fälschung.

  2. Anonym
    schreibt am 2. Mai 2011 16:55 :

    Ich denke das OBL nicht ausversehen erschossen wurde ich denke es wurde gezielt auf ihn gefeuert!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  3. MH
    schreibt am 2. Mai 2011 17:41 :

    Die Leiche ist tot! Nun weiß das auch die CIA!
    Warum jetzt?
    Die Legende um den göttlichen, unbesiegbaren Terroristen hatte ausgedient, die „Lebensbeweise“ wurden zunehmend angezweifelt, der Kriegsgrund Bin Laden nicht mehr gebraucht. Offiziell tot nutzt Osama Bin Laden nun mehr als offiziell lebend und Obama brauchte dringend einen Erfolg.
    Wie kann man solch eine Schilderung nur als glaubwürdig bezeichnen und wieviel Ignoranz muss man besitzen, um ein mögliches Foto von einem toten Bin Laden als Beweis zu akzeptieren? George Orwell nannte diese Taktik in seiner Negativ-Utopie „1984“ „doublethink“. „Realität existiert nur in den menschlichen Köpfen und nirgendwo sonst… was immer die Partei (bei uns die Regierung oder die Sicherheitsbehörden) für die Wahrheit hält, ist wahr.“ Macht erzeugt Realität und Realität erzeugt Wahrheit. So werden Krieg zu Frieden und Unterdrückung zu Freiheit umbenannt. Machtpolitik betreibt man als Maßnahme zur Friedenssicherung unter „Schutzverantwortung“, als Verbrechen im Namen der Gerechtigkeit.

  4. Der mit den Vögeln tanzt
    schreibt am 2. Mai 2011 23:07 :

    Nun ist Osama bin Laden „offiziell“ für tot erklärt befunden – nun braucht Amerika seine Lüge nicht mehr aufrecht zuerhalten, um einen falschen Krieg unter einer falschen Flagge zu führen.
    Es erscheint schon ein wenig hollywood-reif und zu perfekt zu sein, wie diese ganze Aktion in nur 40-Minuten vollzogen werden konnte. Und Beweise wird es nicht geben: Mögliche Fotos werden aus bestimmten Gründen geheimgehalten und seine Leiche wurde (angeblich) auf offener See bestattet (so, dass sie nicht mehr auffindbar ist, um etwas als Gegenbeweis zu liefern).
    Hat man eigentlich vergessen, dass Osama bin Laden bereits vor 2001 verstarb. Man hielt nur ein Phantom am Leben, um einen falschen Krieg für eine lange Zeit rechtzufertigen. Nicht minder ist es auch im Irak so gewesen.
    Weniger bekannter ist, dass Osama Bin Laden starb am 16. Dezember 2001 in Afghanistan, vermutlich am Nieren- und Leberleiden, welches ihm seit Jahren geplagt hat. Er hatte Hepatitis C und musste deshalb regelmäßig ins Krankenhaus, um eine Dialyse durchführen zu lassen (al-Wafd, Mittwoch, Dezember 26, 2001 Vol 15 No 4633: (Link gelöscht) )
    Im Mittelalter war es die Verfolgung gegen Frauen mit roten Haaren und Kenntnissen in der Naturheilkunde gewesen. Anfang des 19. Jahrhundert steckte man den schwarzen Mann aus Afrika als Sklaven an den Pranger. Und in unserer heutigen Zeit muss der Islam dran glauben.

  5. Der mit den Vögeln tanzt
    schreibt am 5. Mai 2011 18:39 :

    „Keine Fotos, keine Leiche, keine Beweise … glaubt uns einfach, wir sind die Regierung, wir würden euch nie anlügen!“

  6. MH
    schreibt am 7. Mai 2011 12:23 :

    Die US-amerikanische Regierung muss ihre offizielle Version zu den genauen Todesumständen beständig korrigieren. Nun soll Bin Laden doch wieder nach einer Waffe gegriffen haben. Zwischenzeitlich wurde behauptet, er sei unbewaffnet gewesen, nachdem der pakistanische Geheimdienst ISI, von der Aktion überrumpelt und vor den Kopf gestoßen, der US-Regierung in den Rücken gefallen war. Sie erklärten, eine 12-jährige Tochter Osama Bin Ladens habe dieTötung ihres Vaters mitansehen müssen und berichtet, er sei erst überwältigt und dann erschossen worden. Zahlreiche, selbst relativ kritische Medien haben diese Meldung als Beweis für die Tötung OBLs gewertet. Dabei ist diese Story mehr als unglaubwürdig, was hat ein 12-jähriges Mädchen einer radikal-islamischen Familie zwischen ein und zwei Uhr nachts im Schlafzimmer ihres Vaters zu suchen?
    Für mich stellt sich ein mögliches Szenario wie folgt dar: Die CIA hatte über Satellitenbilder den Unterschlupf von Bin Ladens Familie in Pakistan ausfindig gemacht. Die Familie wurde dort schon lange vermutet. Das Überfallkommando der Navy Seals hatte den Auftrag, einige Familienmitglieder zu ermorden. Zwei Tote wurden per Hubschrauber wegtransportiert und im Meer versenkt. Die Fotos der toten Familienmitglieder und deren DNA sollten als „Beweise“ dienen, da ein toter OBL – weil bereits Ende 2001 verstorben- der Öffentlichkeit nicht mehr präsentiert werden konnte. Hier diente die DNA OBL’s aus früheren Krankenhausaufenthalten und eine nie dagewesene Pietät und Rücksichtnahme auf die Gefühle der islamischen Welt als geschickte Strategie, um Zweifel auszuräumen. „Wir stellen so etwas nicht als Trophäe aus, wir wollen nicht zu mehr Gewalt anstacheln“, was für eine Weitsicht und menschliche Größe…

  7. Der mit den Vögeln tanzt
    schreibt am 9. Mai 2011 08:39 :

    Seit einigen Tagen nach den angeblichen Tod von Bin Laden versucht Amerika mit aller Kraft (besser: mit allen Lügen), zu beweisen wollen, dass man wirklich ihn auch getötet hat.

    Es gibt eine veröffentlichten Fotos, keine Leiche und gesamte Story hat Löcher wie ein Schweizer Käse und stinkt gewaltig zum Himmel wie Kuhmist auf dem Land.

    Aber hey, sie haben ja 2 Videos von ihm vor einigen Tagen veröffentlicht. Das Ding daran ist nur, sie sind (wieder mal) gefälscht. Eines der Videos zeigt einen alten Mann mit grauem Bart von schräg hinten, der auf einen TV-Bildschirm starrt und Nachrichtenmeldungen über Bin Laden betrachtet. Doch jeder erkennt sofort, dass da keine Ähnlichkeiten zu Bin Laden gibt. Auf den anderen Bändern, die angeblich zwischen Oktober und November 2010 gedreht wurden, sieht man einen verjüngten “Bin Laden” mit einem schwarz gefärbten Bart. Jenes Material ist jedoch beinahe identisch zu Aufnahmen vom September 2007, die die Pentagon-Frontorganisation SITE verbreitet hatte. Der Mann in Bin Laden-Aufmachung hat den gleichen gefärbten Bart und exakt die gleiche Kleidung. Einzig die Farbe des Hintergrundes ist anders, die sich jedoch leicht austauschen lässt.

    Auch wird Anwar al-Awlaki, der die amerikanische Staatbürgerschaft besitzt, nun vom FBI gesagt. Vor kurzem hätte man es auch fast (angeblich) geschafft ihn zu töten mit den Bordraketen einer US-Drohne. Komischerweise ist aber, dass diese Person aber nicht einmal in der Liste der „Most Wanted Terrorists“ beim FBI aufgelistet ist…

  8. Der mit den Vögeln tanzt
    schreibt am 9. Mai 2011 17:50 :

    Dass Ayman al-Zawahiri gesucht wird und dass eine Belohnung auf ihn ausgesetzt ist, ist mir bekannt. Schließlich ist er auch auf der Liste der „Most Wanted Terrorists“ zu finden. Jedoch Anwar al-Awlaki nicht… Bisher kenne ich es ja so: Wer gejagt wird, der wird öffentlich bekannt gemacht und auf demjenigen ist eine Belohung ausgesetzt.

    Übrigens: Die BBC Reporterin Orla Guerin ist seit einigen Tagen in Abbottabad – also direkt an der Quelle des Geschehens – und hat dort die Anwohner befragt. Die meisten Bewohner sind sehr skeptisch über die Behauptungen der USA, Osama Bin Laden hätte in ihrer Nachbarschaft seit Jahren gewohnt. Aber das Ganze kann man einfach unter „BBC“ + „Pakistan’s scepticism over videos“ nachgoogeln.

Schreibe einen Kommentar

*

Letzte Tweets von @terrorismus

Fehler: Du bist nicht mit Twitter verbunden.

Archive

 

Der SWR ist Mitglied der ARD.

Impressum | SWR ©2019