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Lob für das Schokocafe

19.04.2011, von

"Der Fall Schokocafe"

"Der Fall Schokocafe"

Es ist Lob von der falschen Seite: In einem dreiseitigen Schreiben, dass von der „Islamischen Bewegung Usbekistans“ (IBU) stammen soll, wird Filiz Gelowicz „Lob und Anerkennung“ zugesprochen. Das Schreiben soll laut Unterschrift von „Abu Adam“ stammen – und damit möglicherweise von Mounir C. aus Bonn, der schon häufiger mit Text- und Videobotschaften von sich Reden machte. Allerdings kann ich nicht verifizieren, woher das Dokument genau stammt.

Es tauchte jedenfalls dieser Tage auf einer einschlägigen Internetseite auf. Warum wird Filiz Gelowicz darin so gelobt? Sie habe eine prophetische Tat durchgeführt und so die islamische Gemeinde zum Kampf angespornt, schreibt der Autor. Ausserdem wird ihre Glaubensarbeit als beispielhaft dargestellt. Gelowicz war Anfang März vom Kammergericht Berlin zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Ihr Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die weiteren Handlungsempfehlungen in dem Papier sind weniger ersprießlich:  So wird die Tötung von Deutschen nach dem System der Pyramide gefordert: Vom Bundespräsidenten über Politiker und Beamte, herunter bis zu Soldaten und normalen Bürgern.

Am Ende des Textes hofft der Autor, Schwester Filiz und ihrem Mann Fritz möge möglichst schnell ein „Ausweg“ geschaffen werden – um sie aus der „Hand des Feindes“ zu befreien.

Der Rechtsanwalt von Filiz Gelowicz wollte sich nicht zu dem Schreiben und zur derzeitigen Verfassung seiner Mandantin äußern. Vor Gericht in Berlin hatte sie sich vom Jihad distanziert und erklärt, künftig ein anderes Leben führen zu wollen.  Bundesanwalt Volker Brinkmann hatte in Berlin die Befürchtung geäußert, die Angeklagte könnte wieder in die „Szene“ abrutschen, wenn sie sich nicht auch persönlich und räumlich von ihren alten Bekannten in der Ulmer Szene trenne.

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