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Filiz Gelowicz ist vorerst frei – und legt Revision ein

09.03.2011, von

Filiz Gelowicz vor dem Kammergericht Berlin

Das Berliner Kammergericht hat heute das Urteil gegen Filiz Gelowicz verkündet: Wegen Geldüberweisungen an Al Qaida, die Deutschen Taliban Mujahidin und an die Islamische Jihad Union sowie wegen Unterstützungshandlungen durch Internetpropaganda muss sie zwei Jahre und sechs Monate in Haft. 

Allerdings  hob das Gericht den Haftbefehl gegen die 29jährige auf. Bis das Urteil rechtskräftig ist, bleibt sie also in Freiheit. Weil diese Entscheidung des Gerichts im Bereich des Möglichen lag, musste Filiz Gelowicz bereits gestern ihre Sachen in der Haft packen und hatte sie mit ins Gericht genommen. Hätte das Gericht anders entschieden, wäre sie wieder in die U-Haft gebracht worden. „Jetzt fährt sie noch heute nach Hause“, sagte ihr Anwalt Mutlu Günal (Bonn). Im Letzten Wort hatte Filiz Gelowicz angekündigt, sich vor allem um ihren Mann Fritz Gelowicz kümmern zu wollen. Er war im „Sauerland-Verfahren“ zu 12 Jahren Haft verurteilt worden. Gleichzeitig erklärte Günal, seine Mandantin lege Revision gegen das Urteil ein: „Wir halten eine Haftstrafe, die man nicht zur Bewährung aussetzen kann, für nicht angemessen“, sagte er mir.

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