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Frankonia soll vor Gericht

10.06.2010, von

Nun gab es also doch noch einen Beweisantrag im zweiten Koblenzer Al Qaida-Verfahren. Kurz vor Schluss möchte die Verteidigung Mitarbeiter der Firma „Frankonia“ zu den Verkaufszahlen von Nachtsichtgeräten hören. Hintergrund: Der Zeuge Yannick N. hatte berichtet, einmal seien ca. 45 Nachtsichtgeräte „im Karton“ bei seinem Stiefvater Aleem N.  durch die Angeklagten abgeliefert worden.

Das war nicht so, glaubt die Verteidigung – und nimmt deshalb auch an, dass keine 45 Geräte auf einen Schlag irgendwo in Deutschland gekauft worden sind.

Allerdings hat die Überlegung mindestens zwei Haken: Der Zeuge hat nicht behauptet, dass die Geräte auf einmal gekauft wurden. Und er hat nach meiner Erinnerung auch nicht gesagt, dass sie von „Frankonia“ stammten. Zwar hat der Jagdausrüster in diesem und im vorhergegangenen Al-Qaida Verfahren immer mal wieder eine Rolle gespielt – und dessen Katalog soll eine beliebte Lektüre im Hause N. gewesen sein. Doch Nachtsichtgeräte gibt’s auch anderswo. Zum Beispiel beim Lebensmitteldiscounter zn die Ecke – wie man ebenfalls im Laufe des Verfahrens lernen konnte.

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