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Die Terror-Schuhe

30.09.2009, von

Die Terror-Schuhe

Wie kann man Al Qaida unterstützen? Diese Frage taucht so ziemlich in jedem Terrorprozess auf, von Frankfurt über Koblenz bis Düsseldorf. Und häufig muten die Listen von Gegenständen für den Jihad (beispielsweise aus Anklageschriften) seltsam an. Wenn da zum Beispiel von Unterhosen oder Trecking-Schuhen die Rede ist.

Ist das Besorgen von Herrenbekleidung so strafwürdig, wie das von Nachtsichtgeräte, Entfernungsmesser und Funkgeräten? Gestern in Koblenz tauchte der Vorurf zuletzt auf, es seien auch Trecking-Schuhe für Al Qaida besorgt worden.

Doch vergangene Woche hat Adem Yilmaz dazu erstaunliches berichtet: Beim Ansehen eines Videos liess er stoppen – nur um zu sagen: „Die kenne ich!“ Die Schuhe rechts oben im Bild, die seien bemerkenswert. So gute Schuhe hätten nur wenige Kämpfer. Viele seien sogar barfuß unterwegs.

Also kann man in der Tat auch mit einem Paar Wanderschuhen den Heiligen Krieg unterstützen. Adem Yilmaz dürfte seinen Angeklagten Jihad-Kameraden damit jedenfalls einen Bärendienst erwiesen haben.

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