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Bilder aus dem Camp

22.09.2009, von

Fritz Gelowicz bei der Ausbildung

Fritz Gelowicz bei der Ausbildung

Wie schon geschrieben: Heute wurden einige Videos der „Islamischen Jihad Union“ (IJU) vorgespielt, auf denen Fritz Gelowicz Leute und Orte identifizieren sollte. Die größte Überraschung dabei: Er hat sich auch selbst gefunden.  Auf dem Bild oben sei er bei der Ausbildung im Nahkampf zu sehen (“ in schwarzer Montur“) erklärte er. Der Mann im Fleckenanzug sei sein Ausbilder. Neben ihm und Adem Yilmaz hätten jugendliche Paschtunen an der Ausbildung teilgenommen, „das ist da ganz normal“.

In der nächsten Sequenz sei er ebenfalls zu sehen, erklärte Fritz Gelowicz. Er erinnere sich gut, allerdings seien viele Szenen des Videos reine Propaganda und hätten nichts mit dem richtigen Kampf zu tun. Insgesamt fühlte er sich für seine Aufgabe in Deutschland schlecht ausgebildet: „Da hatte die IJU nicht die Mittel dazu“.

Fritz Gelowicz am Boden

Fritz Gelowicz am Boden

Interessant, war die Haltung der Angeklagten zu den Videos zu beobachten: Fritz Gelowicz erklärte die Videos wie Bilder von einer exotischen Reise. Daniel Schneider sah sie sich mit stoischem Blick an. Atilla Selek wirkte konzentriert – und Adem Yilmaz schien sie richtig zu genießen. Er saß entspannt, teilweise vorn aufgestützt, und schaute. Und er grinste umso mehr, je schwerer die Waffen wurden und je heftiger es knallte…

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Kommentare zu „Bilder aus dem Camp“

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  1. MH
    schreibt am 26. September 2009 19:58 :

    Bei den auf youtube zu findenden IJU-Videos handelt es sich um im Hinblick auf die Bildqualität und Überzeugungskraft schlecht gemachte Zusammenschnitte älterer Dschihad-Videos mit aktuellen Ausbildungssequenzen. Als Adem Yilmaz am 23.09.09 Personen auf den Videos und auf Photos identifizierte, ging das zum Teil ziemlich durcheinander, und man hatte den Eindruck, dass er die halb oder ganz vermummten Terror-Azubis und Ausbilder nicht immer so ganz auseinanderhalten konnte. Das gleiche gilt für die Richter und die Bundesanwaltschaft. Das ebenfalls in kurzen Ausschnitten gezeigte IJU-Video neueren Datums war besser gemacht,schöneres Wetter, d. h. bessere Lichtverhältnisse sowie dem Anschein nach professioneller.

    Meiner Meinung nach sollte sich das Gericht allerdings nicht damit begnügen, diese Videos auf bekannte Personen hin zu untersuchen.

    Richter und Bundesanwaltschaft machen es sich allzu leicht, wenn sie die IJU als originäre Terrororganisation darstellen. Auch wenn es sicherlich stimmt, dass die Frage nach dem Ursprung und der möglichen Steuerung der IJU durch die CIA für die Urteilsfindung unerheblich ist, so bin ich doch der Meinung, dass wir alle, also auch Herr Breidling und Herr Brinkmann, eine politische Verantwortung für unser Land tragen. Es handelt sich hier schließlich um einen politischen Prozess, dessen Auswirkungen ohne Klärung der politischen Hintergründe eine Gefährdung für unsere Demokratie und unsere Grundrechte darstellen.

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