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Becker-Fahndung live am Telefon

02.09.2009, von

Bei den Recherchen zum Film ‚Bubacks Mörder – Auf der Spur eines ungeklärten Verbrechens‘ von Egmont R. Koch, der heute Abend im ERSTEN zu sehen ist haben auch mein Kollege Tobias Hufnagl und ich mitgearbeitet. Wir sind schon lange am Thema dran und hatten 2007 auch die dubiose Stasi-Akte über Verena Becker gefunden, in der von Ihrer Beteiligung am Buback-Mord berichtet wird.

2009 haben wir eine Art ‚Dachbodenfund‘ gemacht und ein Tonband gefunden, das selbst dem BKA neu war: Notrufe nach einer Schiesserei in Singen am Bodensee – nach der Verena Becker und Günter Sonnenberg festgenommen wurden. Geschossen wurde übrigens unter anderem mit der Buback-Tatwaffe. Einen Auschnitt stelle ich hier ein – mehr gibt es heute Abend im ARD-Fernsehen um 23 Uhr 30:

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Bubacks Mörder – Auf der Spur eines ungeklärten Verbrechens

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Kommentare zu „Becker-Fahndung live am Telefon“

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  1. Ingo Graf
    schreibt am 2. September 2009 09:42 :

    Das Buch DER ZWEITE TOD MEINES VATERS von Michael Buback stellt die Dinge sehr sachlich dar. Die äußerst ungewöhnliche partielle Blindheit und menschlich zweifelhafte Verhaltensweise der GBA und der Ermittler inkl. der offenkundigen Fehler bei den DNA Analysen läßt mich staunen. Wenn der heutige ARD-Beitrag allerdings das Niveau des Propagandastreifens über die Verhaftung der Sauerlandgruppe hat, sollte man besser die Zeit zum Schlafen nutzen. Doch noch ist ja nicht aller Tage Abend und die Verhaftung Beckers zeigt dass die Verschweiger von damals weg sind. Mögen nun auch die Medien eine eigene kritische Meinung präsentieren.

  2. MH
    schreibt am 3. September 2009 20:13 :

    Es ist bemerkenswert und anerkennenswert, dass hier endlich kritisch recherchiert und mutig hinterfragt wird, um die Ermordung von Siegfried Buback aufzuklären. Aber es sollte nicht der einzige RAF-Mord bleiben, bei dem genauer hingeschaut wird. Gerhard Wisnewski hat in seinem Buch „Das RAF-Phantom“ auf zahlreiche Verwicklungen staatlicher Organe bei RAF-Morden hingewiesen, so u. a. bei der Ermordung von Alfred Herrhausen 1989 mit zahlreichen Ungereimtheiten bei den Ermittlungsergebnissen sowie einem äußerst fragwürdigen Einsatz der für den Personenschutz zuständigen MEK-Beamten.Herrhausen war u. a. der amerikanischen Wirtschaft extrem gefährlich geworden durch seinen Versuch, aus der Deutschen Bank eine weltweit aktive Bank (Global Player) zu machen und durch seine Initiative zum Schuldenerlass für die Dritte Welt Länder. Aber wahrscheinlich würde Schäuble auch hier anführen, dass das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung hinter dem Geheimhaltungsintresse der Sicherheitsbehörden zurückstehen muss. Und er hätte sicherlich Recht, wenn er behaupten würde, dass Deutschland andernfalls Schaden drohe.
    Umso beunruhigender erscheint die Tatsache, dass kriminelle Machenschaften des Verfassungsschutzes und anderer staatlicher Organe nach der Aufhebung der Trennung von Polizeiarbeit und Geheimdienstarbeit im Gemeinsamen Terrorabwehrzentrum (GTAZ, Eröffnung 2004) in Berlin noch ganz andere Ausmaße annehmen könnten.

  3. MH
    schreibt am 9. September 2009 18:47 :

    Der Spiegel – das Sprachrohr von BKA und Verfassungsschutz – hat in seinem Artikel der aktuellen Ausgabe 37/09 die Verwicklungen des Verfasssungsschutzes in den Fall Buback heruntergespielt. Außerdem seien keine 100 000 DM an Verena Becker gezahlt worden und Schäuble habe signalisiert, die Akten entsperren zu wollen, da er nicht aussehen wolle wie einer, der etwas zu verbergen habe. Schön, nun sind wir wieder alle glücklich, … wäre da nicht heute in den Nachrichten verkündet worden, dass die Entsperrung für die Öffentlichkeit unterbleibt. Hat ihm da jemand Bescheid gestoßen, dass wohl doch allzu Brisantes darin enthalten ist?
    Es beschämt mich, dass Deutschland nach immerhin 32 Jahren immer noch nicht dazu in der Lage ist, solch einen Fall vollständig aufzuklären. Wie soll es dann erst sein, wenn es um zeitnahere Inszenierungen und Verschwörungen geht wie die Lügen zur dritten „Generation“ der RAF oder die Aufklärung der wahren Hintergründe der Sauerland-Terror-Planungen?
    Selbst die USA war nach 40 Jahren dazu bereit, höchst brisante geheime Akten zur Operation Northwoods (1962)freizugeben sowie Photos und Akten, die die Verwicklung von CIA und hohen amerikanischen Militärs in die Ermordung von J. F. Kennedy belegen.
    Zur Zeit bildet sich eine neue Bewegung, die sogannnte „Generation 9/11“, die ein wenig Licht in das Dunkle dieser internationalen politischen Machtenschaften bringen möchte. Wünschenswert wäre es, wenn sich aber auch unsere Politiker an dieser Wahrheitssuche beteiligen würden, anstatt sie zu verhindern!

  4. Ingo Graf
    schreibt am 14. September 2009 09:45 :

    Es gibt sowohl Politiker als auch aufrechte Staatsanwälte wie die Äußerungen und die Beharrlichkeit von Bundesanwalt Griesbaum zeigen, der dann von Schäuble (der mal wegen Schwarzgeld zurücktreten musste und bald wieder da war) ziemlich unwirsch zurechtgestutzt wurde. Was hat Schäuble zu verbergen, wenn er so gtroffen wird und bellt? Die Frage ist nur, was davon durch die Medien bekannt wird. Parallele; Ich suche zum Beispiel die Nachricht in Deutschland, dass es in NY jetzt gegen den Widerstand der Stadt New York ein Volksbegehen zur Aufklärung der wahren Hintergründe von 9/11 gibt! Was würde das Volk in Deutschland zu Schäubles Starrsinn sagen? Akten auf oder zu?

  5. henry
    schreibt am 17. September 2009 02:34 :

    Ja, die Ermordung Alfred Herrhausen aufzuklären, das wäre interessant.
    Gerade als er für diese Zeit schon fast revolutionäre finanz- und gesellschaftliche Ideen umsetzen wollte, wurde er ermordet.
    Wobei sein Ansinnen doch der RAF gefallen haben müßte, die Entschuldung der Dritten Welt etc. wie würde die Welt heute aussehen, wenn das seinerzeit geschehen wäre.

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