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Amateurverein IJU?

26.08.2009, von

Prozessgutachter müssen nicht immer darauf warten, in den Zeugenstand geladen zu werden, um ihre Sicht der Dinge darzulegen. Der Islamwissenschaftler Guido Steinberg hatte bereits vor Prozessbeginn durchblicken lassen, dass er von der Existenz der IJU überzeugt ist.  Und damit hatte er ja auch richtig gelegen. Heute hat er durch einige Fragen an den Angeklagten Adem Yilmaz deutlich gemacht, was er von der IJU hält.So fragte er Yilmaz,  nachdem der sich über die Unwissenheit eines der Ausbilder beschwert hatte, warum er nicht zu einer der anderen Terrorgruppen in der Region gewechselt sei.  Und ob es ihm nicht merkwürdig vorkommen sei, dass neben ihm und Gelowicz nur ein weiterer Azubi an dem Training teilgenommen habe? Außerdem habe ja Yilmaz selbst erzählt, dass der Sprengstoff-Unterricht oft ausgefallen sei, weil der einzige Sprengstoff-Experte gefehlt habe.

Yilmaz konnte darauf nur antworten, dass es unhöflich gewesen wäre, die Ausbildung abzubrechen.

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Kommentare zu „Amateurverein IJU?“

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  1. MH
    schreibt am 26. August 2009 22:27 :

    Ein echtes High-Quality-Camp, Berufsdilettanten mit pädagogischen Fähigkeiten als Terror-Ausbilder, konspiratives Verhalten und Sprengstoffkunde auf dem Lehrplan, nur leider auf Mittelalter-Niveau, das lehrt einen ja direkt das Fürchten. Aber vielleicht sind die High-Tech-Observations- und Überwachungsmethoden aus der westlichen Zivilisation ja noch nicht bis ins tiefe Wasiristan vorgedrungen, wo Sprengstoffe noch in Kochtöpfen hergestellt und anschließend in schwarzen Müllbeuteln gelagert werden.
    Tote Briefkästen sind natürlich auch ganz wichtig, aber vielleicht hätten die Terror-Ausbildungsexperten – anstatt die wertvollen Ausbildungsinhalte hochmodern per e-mail nach Deutschland zu schicken – doch besser die „Pack-den-Stick-in-die-Schuhsohle-Methode “ von den Zündern empfohlen. Wären mit Hilfe dieser Terror-Verarsche nicht neue Anti-Terror- und Überwachungsgesetze durchgesetzt worden, es könnte einem die Tränen in die Augen treiben…

  2. Ingo Graf
    schreibt am 2. September 2009 14:36 :

    Keine Kunst da richtig zu liegen. Aber WER ist die IJU? Gibt es irgendeinen Beweis, dass die IJU NICHT vom usbekischen Geheimdienst (man war ja mal ganz dicke mit den USA) gegründet wurde um false-flag-Aktionen zu präsentieren und um agents provocateur zu rekrutieren? Die ganze Bombenpanscherei war so dilletantisch, dass man nicht an der terroristsichen Absicht der Beschuldigten, wohl aber an der solcher Terrorausbilder zweifeln muss.

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