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Gefahr durch Eier und Äpfel

03.08.2009, von

Die Sicherheitslage in Deutschland vor der Bundestagswahl gilt allgemein als angespannt. Zwar sind hier und da auch hochrangige Vertreter deutscher Sicherheitsbehörden zu finden, die den nächsten acht Wochen relativ gelassen entgegen blicken. Überwiegend prägen aber Sorgenfalten und großer Personaleinsatz das Bild der Poliezi. Nicht ganz zu Unrecht: Die schon mehrfach in diesem Block zitierten Droh-Videos sowie Ein- und Ausreisebewegungen von so genannten „Gefährdern“ in den vergangenen Monaten geben den Ermittlern eine Menge Anlaß zur Nachdenklichkeit und Vorsorge. So auch den Personenschützern des BKA:  

In einem vertraulichen Schreiben hat deshalb das BKA im Juni die seine Strategie für den „Schutz der Verfassungsorgane des Bundes“ dargelegt. Einzelheiten: geheim! Zugleich wird gemahnt: Vorfälle rund um die Bundestagsabgeordneten „Dr. Westerwelle und Lafontaine“ hätten bereits gezeigt, wie schwierig der Schutz von Politikern sein kann.

Vorfälle rund um Westerwelle und Lafontaine? Habe ich da etwas verpasst?“

In der Tat: Nach kurzer Recherche musste ich feststellen: Mir war entgangen, dass Oskar Lafontaine im März und Guido Westerwelle im Mai auf Wahlkampfterminen angegriffen worden sind! Allerdings wohl nicht von Islamisten, sondern vom politischen Gegegner: Auf Westerwelle flog in Rostock ein Ei, auf Lafontaine gleich mehrere Eier und zudem Äpfel (und das ausgerechnet in der Äppelwoi-Stadt Frankfurt).  

Wie schön wäre es, wenn damit die Bedrohungslage vor der Wahl zutreffend beschrieben wäre…

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