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Die Polizei und der Panther

29.07.2009, von

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Hier ein Fundstück aus der Zeit des Sommerlochs: Zunehmend setzt die Polizei auf servergestützte Einsatzsysteme. Der Standpunkt von Fahrzeugen und Einheiten wird per GPS überwacht, zahlreiche weitere Informationen (wie Videobilder, Lagemeldungen, etc) eingespeist. Das ganze wird dann über eine Multimediaoberfläche gesteuert und ausgewertet. Das ist für die Beamten prinzipiell eine gute Sache: Der Einsatzführer kann einen Überblick bekommen (oder sich in der Informationsflut verlieren) und so seine Entscheidungen treffen. Wenn er die Software bedienen kann.

Panther Command ist so ein Beispiel. Der kratzbürstige Haudegen, Polizeiführer „Tom Meister“, führt das System im Internet vor und man weiß nicht recht, ob man über diesen Auftritt lachen oder weinen soll. Freunde des „Großstadtreviers“ werden jedenfalls ihren Spaß haben. Spätestens beim Online-Spiel.

Feuerwehrleute und Sanitätsdienst sind ebenfalls Zielgruppe, jedoch derzeit noch unterrepräsentiert. Frei nach Berlusconi darf man sich aber fragen, ob mit der smarten Notärztin noch ein Online-Kurs in Wiederbelebung nachgelegt werden wird.

In der Praxis sieht es leider nicht ganz so smart aus. So ist „Panthercommand“ erstmals im ganz großen Stil beim NATO-Gipfel im April in Straßburg und Baden-Baden zum Einsatz gekommen. Allerdings mussten die Beamten dazu zunächst in die Software eingewiesen werden. Dafür war ein halber Tag vorgesehen. Und zwar als „Frontalunterricht, jedoch teilweise zu spät und ohne Übungsmöglichkeit“, wie ein geheimer Polizeibericht kritisiert. Die Kolleginnen und Kollegen hätten dadurch Probleme gehabt, die Anwendung zu bedienen und ihre Funktionen zu verstehen, so der Bericht.

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