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Terror aus München

02.07.2009, von

Randnotiz: „Polizei fürchtet Terroranschlag vor der Wahl“ unkt eine sonst durchaus respektable Zeitung aus München heute morgen. Wieder einmal ein echter Fall von Terror. Medien-Terror. Denn an der dann folgenden Meldung ist nicht weiter neu: Ein Anschlag im Wahljahr? Denkbar, jedoch seit Monaten bereits bedacht. Erhöhte Internetaktivitäten deutscher Islamisten? Ja, seit Monaten festgestellt. Ein Treffen der Sicherheitsbehörden in Berlin? Wöchentlicher Standard im Bundeskanzleramt, tägliche Routine im „Gemeinsamen Terrorismus-Abwehrzentrum“ in Berlin Treptow – und selbst das für heute vermutete Spitzentreffen der Sicherheitsbehörden ist knapp drei Monate vor der Bundestagswahl eher vernünftig, als skandalträchtig.

Richtgig absurd ist aber der angestellte Vergleich mit dem Jahr 2006 und der WM. Wie auch damals sei ein „Hintergrundrauschen“  festzustellen (so nennen Nachrichtendienstler eine Situation, in der viele Aktivitäten bemerkt werden, ohne dass sich der konkrete Zusammenhang erschließt) und damals hätten ja auch zwei Männer einen Anschlag auf die WM geplant. Das stimmt insofern, als die beiden „Kofferbomber“ Jihad Hamad und Yousef El Hajdib in der Tat einen Anschlag auf die WM erwogen, bevor sie die Kofferbomben bauten. Nur: KEIN Nachrichtendienst und KEINE Polizeibehörde hatte die beiden Männer bemerkt, bevor sie ihre Bomben platzierten. Wenn also etwas daran vergleichbar sein sollte – dann wären die Sicherheitsbehörden heute wie auch damals ahnungslos…  

Mein Vorschlag: Nicht medial terrorisieren lassen und den Sommertag genießen!

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