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Verspätung für Allah

29.04.2009, von

Neues in der causa Yilmaz: Offenbar haben die Bemühungen von Rechtsanwältin Ricarda Lang gefruchtet und zumindest eine Lockerung des Konflikts um das Aufstehen vor dem Senat bewirkt. Heute morgen wurden zunächst die drei anderen Angeklagten in den Saal geführt. Adem Yilmaz nicht. Dann betrat der Senat den Saal – und in diesem Moment wurde auch Yilmaz hereingeführt. Somit stand, bzw. ging er, während sich der Senat schon setzte. Und für heute blieb der Eklat aus. Unter uns Beobachtern schwankten die Meinungen: Kompromiß, Schlitzohrigkeit oder schlicht Einknicken?

Der Vorsitzende Richter Breidling lieferte aber sofort die Deutung des Geschehens. Dieses Procedere sei zwischen dem Senat, der Bundesanwaltschaft und den Verteidigern abgesprochen gewesen. Und eine vorübergehende Lösung. Man wolle dem Angeklagten die Gelegenheit geben, die Sache in Ruhe zu überdenken und sich nkeiticht gleich am Anfang in einen „Kleinkrieg“ mit dem Angeklagten begeben. Deshalb sei es kein „Einknicken“. Gerade die Souveränität des Senats habe diesen Weg ermöglicht, so Breidling: „Die Machtmittel liegen hier beim Senat – und er [der Senat]  hat auch die Möglichkeit, sie einzusetzen oder eben nicht“.

Yilmaz schaute skeptisch, blieb aber ruhig. Seine drei Wochen Ordnungshaft bleiben bestehen. Auch vom Höllenfeuer war nicht mehr die Rede.

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