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Was bisher geschah… (II)

27.04.2009, von

Wie schon beschrieben: Als am frühen Morgen des 05. September 2007 die Nachricht von der Festnahme einer Terrorgruppe mitten in Deutschland durchsickerte, schlief ich seelenruhig in einer netten Ferienwohnung am französischen Mittelmeer – kurz vor der spanischen Grenze. Das Handy war aus. Und als ich es gegen 09:00 Uhr anmachte, war die Mailbox voll. SMS-Nachrichten, Mailboxmitteilungen, mein Handy piepte und vibrierte ohne Unterlass. Doch immer hieß es nur: „Dringend zurückrufen!“ – keine Redaktion machte sich die Mühe, den Grund zu erklären. Aus deutscher Sicht sicher verständlich. In Radio und Fernsehen lief den ganzen Morgen nichts anderes, ausgerechnet Verteidigungsminister Franz Josef Jung meldete sich als erster zu Wort (offenbar konnte er sein Wissen nicht für sich behalten – ein fatales Signal!) – und ich wusste von all dem noch gar nichts. Mit einem Morgenkaffee unter einer südfranzösischen Palme auch nicht verwunderlich.

Was mochte nur passiert sein? Einer der ersten Anrufer auf der Mailbox gehörte in das Umfeld der Ermittlungsbehörden. Ein „Top-Ermittler“, der höchst selten, eigentlich nie von sich aus anrfief. Er war wie immer bestens gelaunt und hatte mir auf die Mailbox gesprochen, ich solle ihn doch mal baldmöglichst anrufen. Natürlich rief ich ihn als erstes an. Es wurde ein witziges Telefonat: Er wollte mir zu meinem Scoop gratulieren, dass ich als erster von der Festnahme berichtet hatte. Und ich musste beichten, dass ich nicht einmal wusste, wovon überhaupt die Rede war….  Er klärte mich auf. Schnell wurde mir klar: Dieser Fall würde mich noch länger beschäftigen. Und einige Namen waren mir doch schon mal über den Weg gelaufen…  

Morgen ist der 3. Verhandlungstag. Der Ermittlungsführer des BKA wird von seiner Arbeit erzählen – was bisher geschah.

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