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Bei Ötzi

12.09.2006, von

Abschlusstag in Bozen

Am Morgen machen wir uns mit Ingo und Henning früh auf zum Ötzimuseum. Um 10.00 Uhr, wenn die Besucherscharen kommen, müssen wir fertig sein. Hektik überall, so fällt das Treffen zwischen unseren „Ötzis“ und dem Mann aus dem Eis, auf dessen Spuren sie jetzt fast vier Wochen gewandert sind, eher nüchtern aus.

Tag 29 - Die Ötzis Ingolf und Henning auf dem Markt in Bozen (Quelle: SWR, Foto: Jochen Schmoll)

Tauschgeschäfte
Danach geht’s auf die Piazza dell’Erbe, den Wochenmarkt: Ingo und Henning wollen ihr Schaffell und die Pfeilspitzen gegen Zitronen, Speck und Käse als Mitbringsel fürs Dorf tauschen. Unsere „Ötzis“ sind die Sensation auf dem Markt. Ein Verkäufer ist an den Pfeilspitzen für seine Kinder interessiert, gibt dafür Käse im Tausch. Ein anderer nimmt das Fell und gibt großzügig Speck und Käse … Am Ende sind die „Ötzis“ hochzufrieden.

Schlussdreh
Danach gibt’s die langversprochene Privat-Einladung für Ingo zum Mittagessen in der Altstadt. Schneller Bierkonsum bei den beiden, obwohl sie wissen, dass wir nochmal ins Museum wollen. Aber der Dreh läuft dann ganz geschmeidig. Sie machen alles so, wie Jochen vom SWR-Team es braucht, spielen perfekt und ohne ihren sonstigen Widerwillen. Das mit dem Bier hätten wir früher wissen müssen …! Jetzt ist es zu spät – das Abenteuer ist zu Ende.

Tag 29 - Die Ötzis Ingolf und Henning posieren mit einer Ötzi-Statue für ein Foto (Quelle: SWR, Foto: Jochen Schmoll)

Links:
Geschichte und Kultur von Bozen
Südtiroler Archäologiemuseum

Endspurt

11.09.2006, von

Etappe: Vellau – Bozen

11.09.2006 Wecken um 6.00 Uhr, wir wollen früh los – heute haben wir eine gewaltige Strecke vor uns. Keine „schönen“ oder „steinzeitlichen“ Wege wollen wir mehr gehen, sondern die „Direttissima“. Ab Dorf Tirol runter nach Meran, an der Bundesstraße entlang, dann auf dem Radweg parallel zur Etsch und zur Autobahn. Im Dorf Tirol wimmelt es von deutschen, holländischen und italienischen Touristen.

Auf dem Radweg
Es dauert endlos, bis wir auf dem Radweg ankommen – nach kilometerlangem Umweg (Autobahn-Überquerung, Naturschutzgebiet, dann wieder zurück über die Autobahn und so weiter). Auf dem Radweg gibt es keine Autos, dafür aber immer wieder Rudel enthemmter „Lance Armstrongs“, die mit mindestens 60 km/h auf uns zu rasen. Manchmal ist es richtig gefährlich, wenn sie plötzlich von hinten kommen.

Endlich in Bozen
Ingo und Henning laufen Rekordtempo, sie wollen nur noch ankommen. Es ist unglaublich heiß, wir schwitzen, die Füße glühen … Gegen 20.00 Uhr – nach 14 Stunden Gewaltmarsch – erreichen wir das Ortsschild von Bozen. Da sind es noch fünf Kilometer zum Weingut, auf dem die „Ötzis“ übernachten können. Weit nach 21.00 Uhr kommen wir endlich an. Ein liebenswerter Winzer empfängt uns. Es gibt Wein, Käse, Brot – wir fallen tot in die Betten. Die „Ötzis“ übernachten auf Schaffellen mitten im Weinberg, der direkt ans Gehöft heranreicht.

Tag 28 - Sektgläser neben steinzeilichem Werkzeug auf einem Tisch (Quelle: SWR, Foto: Jochen Schmoll)

Links:
Der Meraner Höhenweg und andere Wanderwege um Meran herum
Geschichte und Kultur von Bozen

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Es zieht sich …

10.09.2006, von

Etappe: Juval – Vellau

10.09.2006 Langer Abschied mit vielen Umarmungen und Fotos. Erst gegen 10.00 Uhr brechen wir auf, durch die Weinberge ins Etschtal. Um uns herum Milliarden von Äpfeln, dazwischen Weinberge, dann wieder Wald. Wir laufen einen „alten Weg“, es geht ständig hoch und runter, anstrengend für Ingo.

Tag 27 - Rote Äpfel an einem Ast (Quelle: © JupiterImages Corporation)

Schlafplatzsuche
Als klar wird, dass wir Bozen heute nicht erreichen werden, suchen Henning und Ingo nach einer Stelle zum Schlafen. Aber Scheunen und Heustadel gibt es hier nicht, nur Obsthöfe. Wir fragen Einheimische, aber die sind alle eher unfreundlich, wollen nicht helfen. Ingo ist richtig wütend – und natürlich sind wir wieder an allem Schuld. Same procedure …

Im Touriland
Tausende von dickbäuchigen Touristen nerven, alle Wanderwege sind asphaltiert, ständig überholen uns dicke deutsche Autos. Endlich finden wir einen Milchbauern, der seine Scheune zum Übernachten hergibt. Von drinnen haben wir einen traumhaften Blick auf das Etschtal, drunter wohnen die Kühe. Schlagartig hebt sich die Stimmung. Wieder ein versöhnlicher Ausklang eines schwierigen Tages.

Link:
Der Meraner Höhenweg und andere Wanderwege um Meran herum

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Abschied von Juval

09.09.2006, von

Ruhetag bei Schloss Juval

09.09.2006 Wir haben alle im Heu geschlafen, und ein wunderbares Frühstück genossen: herrlicher Käse, Juval-Honig, selbstgebackenes Brot. Alle sind erschlagen von der Herzlichkeit des „5 Mäderl-Hauses“. Ingolf und Henning sind nicht zu sehen. Gegen Mittag suchen wir sie. Auf dem Heuboden des Pferdestalls werden wir fündig – beide schlafen noch tief.

Tag 26 - Ingolf schläft auf dem Heuboden des Pferdestalls (Quelle: SWR, Foto: Jochen Schmoll)

Diagnose Leistenbruch
Als Ingo aufwacht, klagt er über heftige Schmerzen in der Leistengegend. Wir gehen mit ihm zur Wirtin, wo er Suppe und Milch bekommt. Er kann nur unter Schmerzen gehen. Wir beschließen, ihn in der Ambulanz des Meraner Krankenhauses untersuchen zu lassen. Die Diagnose: beginnender Leistenbruch! Der Rat: Ingo soll ausruhen. Aber Ingo will weiter nach Bozen …

Neue Planung
Also kaufen wir Schmerzmittel und beschließen nicht den „Meraner Höhenweg“ zu gehen, den Professor Leitner vorgeschlagen hat, sondern eine Abkürzung zu nehmen. Noch einmal sitzen wir bis morgens mit den Wirtsleuten von der Schlossgaststätte zusammen – niemand will weg hier.

Links:
Das Schnalstal: Sehenswertes und Wandertipps
Die Ferienregion Vinschgau
Der Meraner Höhenweg und andere Wanderwege um Meran herum

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Treffen mit Reinhold Messner

08.09.2006, von

Etappe: Archäoparc – Schloss Juval

08.09.2006 Morgens ist’s zäh – irgendwie ist die Luft raus. Die Aufgabe ist ja eigentlich auch bewältigt. Gegen 10.00 Uhr verlassen wir „Unsere Frau“. Ingo und Henning haben sich wieder gestritten, worüber erfahren wir nicht. Dass wir im Süden angekommen sind, merkt man auf Schritt und Tritt. Alles ist wärmer, freundlicher, schöner … Die Laune bessert sich.

Auf dem Waalweg
Nach ein paar Kilometern erreichen wir den alten Waalweg, einen wunderschönen Weg und ein Wunder der Wassertechnik. An der Jausenstation von Schloss Juval, direkt am Schlosseingang, bietet die nette Wirtin Scheune und Heubett an. Ingolf meckert trotzdem, er fühlt sich gedemütigt vom GRÖBAZ („Größter Bergsteiger aller Zeiten“) Messner, weil der uns nicht in seinem Schloss empfängt!

Schloss Juval
Die Schlossgaststätte erweist sich als ein Paradies mit Engeln (die Wirtin mit ihren zwei Töchtern und jeder Menge charmanter Bedienungen). Bald fühlen sich auch die „Ötzis“ sauwohl hier. Messner schafft es, mit seinem echten Interesse an den beiden, die Aversionen von Ingolf aufzulösen. Er spendiert eine Rotweinflasche nach der anderen aus seinem Weinberg. Es wird viel erzählt. Wir kommen erst weit nach Mitternacht ins Bett.

Tag 25 - Ingolf und Henning trinken mit Reinhold Messner auf einer Terasse ein Glas Wein (Quelle: SWR, Foto: Jochen Schmoll)

Links:
Das Vinschgau in Südtirol und Schloss Juval
Die Ferienregion Vinschgau
Das Schnalstal: Sehenswertes und Wandertipps

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Eine schwierige Etappe

07.09.2006, von

Etappe: Similaunhütte – „Unsere Frau“ (Archäoparc)

07.09.2006 Wenig Schlaf, viel Geschnarche. Wir kommen erst gegen 8.00 Uhr los. Wunderschöne Ausblicke ins Schnalstal und zum Vernagt-Stausee auf dem Weg zur „Ötzi“-Fundstelle. Das Ötzi-Denkmal ist nicht zu übersehen. Aber wo ist die „echte“ Fundstelle? Obwohl mehrere von uns schon mal da waren, finden wir sie nicht gleich. Sogar die Bergführer sind überfordert. Ingo ist genervt, reagiert gereizt und spielt die ungnädige Diva.

Am Ötzifundort
Eigentlich hätte es ein Höhepunkt im Film sein sollen, aber so breitet sich schnell Unruhe und Hektik aus. Zudem stolpern jede Menge Ausflügler durchs Bild und zerstören die Stimmung vollends. Schließlich finden wir die Stelle und drehen, was zu drehen ist, aber irgendwie sind wir doch enttäuscht und mutlos.

Tag 24 - Ein Kameramann und die Ötzis bei Dreharbeiten an der Ötzi-Fundstelle (Quelle: SWR, Foto: Jochen Schmoll)

Versöhnlicher Ausklang
Wir schaffen es gerade noch vor einem größeren Wetterumschwung nach „Unsere Frau“ (Senales) in das Steinzeitdorf des „Archäoparcs“. Ab jetzt regnet es in Strömen. So erleichtert alle sind, endlich im Trockenen zu sein: der „Archäoparc“ wirkt doch wie ein zweiter Aufguss des Ötzidorfes von Umhausen. Gegen 20.00 Uhr lassen wir die „Ötzis“ beim Feuer mit ihren Steaks alleine und richten uns im Hotel ein. Ein gutes Abendessen in einem tollen Landgasthof ist der versöhnliche Abschluss des schwierigsten Tages der bisherigen Tour.

Links:
Ötzi – Volltreffer für die Forschung
Linkübersicht zu Informationen über Ötzi
Informationen zu Ötzi auf der Homepage des Südtiroler Archäologiemuseums
Informationen zu Ötzi bei Planet Wissen
Die Similaunhütte: Touren, Anreise und Öffnungszeiten
Der Archäopark im Schnalstal

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Aufstieg zum Similaun

06.09.2006, von

Etappe: „Hohler Stein“ bei Vent – Similaunhütte

06.09.2006 Als wir unsere beiden „Ötzi“-Helden morgens um 6.00 Uhr wecken, schläft Ingo neben dem „Hohlen Stein“. Er traut der Statik nicht, fürchtet die „Ötzi-Quetsche“, wie er sagt. Weiter oben kommen wir an der Martin-Busch-Hütte vorbei – die „Ötzis“ werden wie wild fotografiert. Viele Berliner Wanderer sind unterwegs. Mit der Ruhe der Berge und echtem „Steinzeit-Feeling“ hat das wenig zu tun.

Eine böse Überraschung
Geplant war eigentlich, von Vent zur Similaunhütte zu gehen und von dort zur Ötzifundstelle und wieder zurück. Aber der Weg stellt sich als zu lang heraus. Wir planen um und machen die Similaunhütte als heutiges Etappenziel aus. Kurz vor der Hütte besichtigt Henning eine Eishöhle – schöne Bilder …! Doch dann, die Überraschung: der Wirt der Similaunhütte, Markus Pirpamer, hat für die beiden Ötzis kein Schlaflager!

Tag 23 - Die Ötzis Ingo und Henning (Quelle: SWR, Foto: Jochen Schmoll)

Alles wird gut!
„S’isch alles voll!“ sagt er. Und sie könnten ja draußen zelten, meint er. Wir können es nicht fassen. Erst mit der Zeit erweist sich, dass ein Missverständnis vorliegt: Um Einhaltung der Steinzeitregeln bemüht, hat die Aufnahmeleitung ihn gebeten, die „Ötzis“ nicht ins Haus zu lassen. Deshalb war er so abweisend. Jetzt, wo das aufgeklärt ist, hilft er, wo er kann: Die beiden bekommen zu essen und ein Zimmer in der ehemaligen Kapelle, die nur für Edelgäste reserviert ist: Luxus pur! Wir dagegen werden im Massen-Schnarchlager untergebracht – immerhin!

Links:
Die Similaunhütte: Touren, Anreise und Öffnungszeiten
Die Martin-Busch-Hütte: Fotos und Informationen

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Über den Gletscher

05.09.2006, von

Etappe: Rettenbachferner – „Hohler Stein“ bei Vent

05.09.2006 Kurz nach 7.00 Uhr kraxeln wir auf dem Ziehweg hoch zum Gletscher. Ein Bagger hat mit riesigen Eisbrocken aus dem Gletscher den Weg versperrt, alles ist spiegelglatt.
Wenn einer von uns abrutscht, kracht er 100 Meter weiter unten in Fels- und Eisblöcke. Es ist lebensgefährlich, wir können nicht weiter. Warten auf den Pisten-Bully. Eine Stunde später ist dann der Weg frei. Unwirkliche Bilder: die Fell-Menschen aus der Steinzeit neben der Riesen-Maschine …

Tag 22 - Ingolf im Schnee, im Hintergund ein Bagger (Quelle: SWR, Foto: Jochen Schmoll)

Enttäuschung
Der Gang über das Sommerskigebiet ist wenig schön: verlassene Liftanlagen, Gletscher auf dem Rückzug … Oben, auf 3.200 Metern Höhe, Rast mit Blick auf einen riesigen Parkplatz und eine Mondlandschaft mit leeren Hotels, Restaurants und Geschäften – deprimierende Bilder. Wir wollen so schnell wie möglich weiter.

Vollmondnacht
Es folgt der wunderschöne Höhenweg nach Vent. Aber die Sonne brennt, es gibt keinen Schatten, und der Weg zieht sich. Als sie in Vent ankommen haben die „Ötzis“ einen Sonnenbrand. Ohne anzuhalten, passieren sie das völlig überlaufene Touristenörtchen. Am „Hohlen Stein“ kehrt dann wieder bessere Stimmung ein. Als das Feuer brennt, gibt es selbstgebackenes Fladenbrot und dazu Vollmond – satt!

Tag 22 - Die Ötzis entzünden ein Lagerfeuer unter einem hohlen Stein (Quelle: SWR, Foto: Jochen Schmoll)

Links:
Vent – Ein Bergdorf mit Geschichte
Routenbeschreibung des Venter Panorama-Höhenwegs

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Schwerer Aufstieg

04.09.2006, von

Etappe: Pollesalm – Rettenbachferner

04.09.2006 Wecken um 6.30 Uhr, Aufbruch endlich um 8.00 Uhr. Langer und immer steilerer Anstieg zum Pollesjoch. Wir überqueren einen kleinen Gletscher, dann wird es ganz schön gefährlich: Es gibt scharfkantige, brüchige Schiefer- und Gneisplatten, die unter unseren Füßen abrutschen. Zuweilen müssen wir auf allen Vieren klettern. Wir sind froh, als alle heil oben sind.

Des einen Leid …
Oben bietet sich ein überraschender Anblick: Von der anderen Seite sehen wir unsere Aufnahmeleiter mit dem Kran und der zweiten Kamera hoch keuchen. Sie haben den Einstieg am Rettenbachferner nicht gefunden und so einen Riesenumweg gemacht. Es ist das erste Mal, dass ich den ernsten Hugo, unseren Bergführer, lachen sehe …

Improvisiertes Nachtlager
Es folgt ein kurzer, sehr steiler Klettersteig hinunter zum Parkplatz der Sommerski-Station. Eine gewaltige Zerstörung der Bergwelt. Die Zivilisation zeigt sich von ihrer hässlichsten, aber auch schäbigsten Seite. Ingo ist wütend, weil die Leute von der Bergbahn uns nur einen ölverschmierten Gerätekeller als Nachtlager anbieten. Doch dann findet Henning eine unverschlossene Tür, die zu den Pressetribünen der „Sölden-Arena“ führt. Warm ist es dort, der Blick von oben auf die Scheußlichkeit des „Skizirkus“ verschafft Distanz. Dort verbringen wir die Nacht.

Tag 21 - Werkzeuge und Beutel der Ötzis auf einem Regal im Gerätekeller der Sommerski-Station der Sölden-Skiarena (Quelle: SWR, Foto: Jochen Schmoll)

Link:
Hütten und Almen im Ötztal

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Abschied vom "Ötzidorf"

03.09.2006, von

Etappe: Umhausen – Vordere Pollesalm

03.09.2006 Im „Ötzidorf“ wurden Ingo und Henning verwöhnt, gefüttert, mit Aufmerksamkeit bedacht. Für die Besucher waren sie eine Attraktion, und dann noch die herrliche Schwitzhütte …! Aber Ingo hat heute schwere Füße, sagt er! Wir lassen uns breitschlagen und beschließen, die Abkürzung durchs plattgeschliffene Ötztal zu nehmen, statt des weiten, steilen Höhenwegs über Kofels …

Tag 20 - Die Ötzis wandern auf der Landstraße (Quelle: SWR, Foto: Jochen Schmoll)

Jägerlatein
Unterwegs versucht Henning mit Pfeil und Bogen eine Forelle zu schießen – vergeblich. Als wir ein paar Jäger (natürlich im Geländewagen) treffen, entstehen lustige Gespräche und die schöne archäologische Erkenntnis: „Woher weiß man, dass der Ötzi kein Jäger war? Weil man keinen Jeepschlüssel bei ihm gefunden hat …“. Es folgt ein langer, schöner Aufstieg zum Pollestal.

Auf der Pollesalm
Die vordere Pollesalm ist eine wahre Idylle: Zwei Schwestern als Hüttenwirtinnen, voller Lebensfreude, mit netten Kindern. Die „Ötzis“ übernachten in der Jägerhütte unter einem Felsüberhang. Nachts werden sie von zwei Jägern geweckt, sowie einem österreichisch-ungarischen Baron und einem Wiener Chefarzt. Sie haben einen Rehbock erlegt und wollen darauf unbedingt einen Schnaps mit ihnen trinken. Es wird ziemlich spät!

Link:
Hütten und Almen im Ötztal

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