. .

Tatortbegehung – Mehr als 70 Jahre danach

19.02.2018, von

Porträtfotos aus Ausweisen von SS-Wachmännern aus dem KZ Stutthof

SS-Wachmänner KZ Stutthof (Quelle: SWR)

Es ist ihre letzte Chance, NS-Verbrecher hinter Gitter zu bringen: Bundesweit laufen bei Staatsanwaltschaften die Ermittlungen gegen die letzten lebenden Nazi-Verbrecher. Nur noch wenige, die in den Konzentrationslagern Aufseher waren, sind heute noch am Leben und können vor Gericht gebracht werden.

Doch wie ermittelt man das 70 Jahre nach Kriegsende? Dieser Frage bin ich mit Christian H. Schulz für den Film Story im Ersten: Hitlers letzte Mordgehilfen? nachgegangen. Wir haben dafür ein Jahr lang deutsche Staatsanwälte und Kriminalbeamte von der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg und der Staatsanwaltschaft Dortmund bei ihrer schwierigen Suche begleitet. „Tatortbegehung – Mehr als 70 Jahre danach“ weiterlesen →

Hass auf den Staat und seine Repräsentanten

19.10.2016, von

ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Mann posiert am 06.06.2016 in Rheinfelden (Baden-Württemberg) mit seinem "Deutsches Reich Reisepass" für den Fotografen. Foto: Patrick Seeger/dpa (zu dpa "Vier Polizisten bei Waffen-Razzia gegen «Reichsbürger» verletzt" vom 19.10.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Fiktiver Pass (Foto: Patrick Seeger/dpa)

Die sogenannten Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik und ihre Verfassung nicht an, Gesetze empfinden sie nicht als bindend und unsere demokratischen Werte sind ihnen egal. Sie träumen von einem Deutschen Reich in den Grenzen von 1937 oder halten die Bundesrepublik für eine Firma. Und eine Firma kann keine Gesetze machen. Kurz, sie fantasieren sich ihre eigene Welt zusammen und fühlen sich damit im Recht. „Hass auf den Staat und seine Repräsentanten“ weiterlesen →

Versuchte Strafvereitelung? Stuttgarter Anwalt kommt in Ulm vor Gericht

03.03.2016, von

Landgericht Ulm: Strafverteidiger angeklagt

Landgericht Ulm: Strafverteidiger angeklagt

Das Landgericht Ulm wird ab dem 04. Juli 2016 gegen einen Stuttgarter Rechtsanwalt verhandeln – weil er als Strafverteidiger illegal versucht haben soll, die Bestrafung seines Mandanten zumindest teilweise zu verhindern. Nun wird der Anwalt selbst vor Gericht stehen. Er hatte in Ulm einen jungen Mann verteidigt, der wegen versuchten Mordes angeklagt war: Er hatte sein Opfer hinterrücks mit einem Schlagstock angegriffen (wie sich später im Prozess herausstellte). Doch noch vor Prozessbeginn übergab der nun angeklagte Rechtsanwalt des Täters dem Gericht mehrere Ausdrucke von Handyfotos, die dieser vor der Tat gemacht haben will und die eine Verletzung am Kopf seines Mandanten zeigen sollen: Die Erklärung des Mandanten dazu lautete, er sei vor seiner eigenen Tat selbst vom späteren Opfer verletzt worden. Ein Umstand, der möglicherweise strafmildernd hätte wirken können. Doch zu einer Strafanzeige habe er sich nicht durchringen können, nur zu seinem Anwalt sei er gegangen. Der hätte die Fotos gemacht. Doch einige Tage später erzählten Zeugen einen ganz anderen Ablauf.

„Versuchte Strafvereitelung? Stuttgarter Anwalt kommt in Ulm vor Gericht“ weiterlesen →

Archiv

Kategorien

 

Der SWR ist Mitglied der ARD.

Impressum | SWR ©2019