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Ryanair bitte zur Kasse!

23.10.2018, von

Kirsten Tromnau

Kirsten Tromnau meint … (Foto: SWR)

Die irische Fluglinie Ryanair plant nach Medienberichten, den Flughafen Hahn im Hunsrück zu verlassen. Der Flughafen bezeichnet diese Nachricht inzwischen als „völligen Unsinn“. Das wundert mich nicht. Käme es so, wäre es für den Flughafen eine Katastrophe. „Ryanair bitte zur Kasse!“ weiterlesen →

Verkauf des Flughafens Hahn: Gute Entscheidung, leider viel zu spät

01.03.2017, von

Flughafen Hahn

Flughafen Hahn (Foto: dpa)

Es ist eine gute Entscheidung der Landesregierung, den Flughafen Hahn an die chinesische HNA Gruppe und die pfälzische ADC GmbH zu verkaufen. Ein kurzer Blick auf die Mitbewerber macht deutlich, dass es dazu eigentlich keine Alternative gab: Eine kasachische Holding, bei der niemand weiß, woher das Geld eigentlich kommt. Der Chinese Jonathan Pang, der bereits mit dem Flughafen Parchim überfordert ist. Eine kleine amerikanisch-chinesische Firma, die auf den ersten Blick nicht den Eindruck erweckt, als könne sie sich einen Flughafen leisten. „Verkauf des Flughafens Hahn: Gute Entscheidung, leider viel zu spät“ weiterlesen →

Flughafen Hahn: Letzte Verhandlungen mit der ADC/HNA Gruppe

23.01.2017, von

Beim Hahn-Verkauf sind alle anderen Bieter aus dem Rennen. Die Landesregierung verhandelt jetzt nur noch mit der deutsch-chinesischen ADC mit Sitz in Deidesheim. Die ADC bietet zusammen mit der HNA, einer der größten chinesischen Luftverkehrs- und Tourismusgesellschaften. Die ADC Gruppe hatte vor über einem Jahr bereits im ersten Verkaufsverfahren ein Gebot abgegeben. Hartnäckigkeit zahlt sich aus.

Über die ADC habe ich in der Vergangenenheit bereits mehrfach berichtet:

Retten Chinesen doch noch den Flughafen Hahn?

Schwierige Vertragsverlängerung für Kaufinteressenten

Flughafen Hahn: Insolvenz oder nicht? Entscheidung am 4. November

Flughafen Hahn: Hunsrücker wollen keinen Gewerbepark

28.10.2016, von

Der Tower des Flughafens Frankfurt Hahn

Der Tower des Flughafens Frankfurt Hahn (Foto: dpa)

Eine Delegation von Geschäftsleuten hat heute Innenminister Roger Lewentz eine Liste mit Forderungen übergeben: Sie wollen damit die Umwandlung des Flughafens in einen Gewerbepark verhindern. Denn Insider gehen davon aus, dass unter den Bietern, die heute ihre Angebote für den Flughafen abgeben, mindestens einer diese Idee verfolgt. Das Land steht unter Druck: Der Flughafen steht kurz vor der Insolvenz. Weil die Landesbeihilfen voraussichtlich nur bis 2024 fließen dürfen, muss ein Käufer nicht nur einen guten Preis bieten, sondern auch einen Plan vorlegen, um den Flughafen bis dahin wieder ins Plus zu führen. Eine schwierige Aufgabe, der sich wahrscheinlich nur wenige ernsthafte Flughafenbetreiber stellen wollen. Aber die Aussicht auf ein Ende des Flugbetriebs hat schon für eine Demo und eine Resolution im Kreistag Rhein-Hunsrück-Kreis geführt.

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Flughafen Hahn: Insolvenz oder nicht? Entscheidung am 4. November

21.10.2016, von

Flughafen Hahn im Hunsrück

Flughafen Hahn im Hunsrück (Foto: dpa)

In der nächsten Aufsichtsratssitzung am 4. November wird wohl über das Schicksal des Flughafens Hahn entschieden. An diesem Tag steht die Entscheidung an, ob Markus Bunk, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, Insolvenz anmelden muss oder ob die Landesregierung mit einem Gesellschafterdarlehen dem Flughafen unter die Arme greifen darf.

Wenn ich mit den Menschen im Hunsrück spreche, stelle ich fest, dass viele sehr verunsichert sind. Fast täglich gehen die Kaufinteressenten am Flughafen Hahn ein und aus, darunter sind anscheinend einige Interessenten – mit wenig Geld und Knowhow. Aber es gibt auch seriöse und ernstzunehmende Bieter, die den Flughafen weiter betreiben wollen. Einer davon ist die ADC aus Deidesheim.

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Retten Chinesen doch noch den Flughafen Hahn?

20.10.2016, von

Terminal am Flughafen Hahn

Terminal am Flughafen Hahn (Archiv)

Eine Delegation der chinesische HNA Gruppe hat nach SWR Informationen den Flughafen Hahn besichtigt. Die HNA gilt als möglicher Partner der Deidesheimer Firma ADC, die bereits im ersten Verkaufsverfahren für den Flughafen Hahn mitgeboten hatte. Die HNA zählt in China zu den großen Unternehmensgruppen der Luftfahrtbranche mit Beteiligungen an mehreren Fluggesellschaften, Flughäfen und Hotels. Die pfälzische ADC will den Flughafen Hahn zusammen mit der HNA weiterführen und sowohl im Passagier- als auch im Frachtbereich ausbauen. Bis zum 28. Oktober müssen die Kaufinteressenten ihre Angebote für den Flughafen Hahn vorlegen. Nach SWR Informationen gibt es noch 12 Bieter, darunter vier ernstzunehmende Interessenten. Neben der ADC sind zwei aus der Luftverkehrsbranche und ein Bieter aus der Immobilienbranche, der den Flughafen in einen Gewerbepark umwandeln will.

Flughafen Hahn: Insolvenz oder nicht? Entscheidung am 4. November

Hahn: Schwierige Vertragsverlängerung für Kaufinteressenten

Hahn: Statt Flughafen bald ein Gewerbepark?

Maulkorb für Mitarbeiter am Flughafen Hahn

„I got the airport Hahn“ – Chinesischer Flughafenkäufer zeigt sich auf einer Facebookseite als Gernegroß

Hahn: Schwierige Vertragsverlängerung für Kaufinteressenten

06.09.2016, von

Der Flughafen Hahn hat anscheinend während der Verkaufsverhandlungen eine Vertragsverlängerung mit Ryanair ausgehandelt. Nach meinen Informationen bekommt die Fluggesellschaft Ryanair darin weiterhin sehr günstige Preise für die Passagierabfertigung eingeräumt. Demnach würde der Flughafen Hahn pro Passagier draufzahlen – allein, um die Kosten abzudecken. Dieser Vertrag könnte den neuen Betreiber mehrere Millionen Euro pro Jahr kosten. Der Käufer des Flughafens Hahn wäre an diesen Vertrag für die kommenden 5 Jahre gebunden.

Überraschung mitten im Verkaufsprozess

Potentielle Kaufinteressenten erfuhren von dem geplanten Ryanair Vertrag ein paar Tage vor dem 1. September. Das ist just der Tag, an dem die Investoren ihre Bewerbungen mit detaillierten Unterlagen abgeben sollten. Branchenkenner sagten mir, dass ein erfolgreiches Geschäftsmodell mit solchen Vertragsbedingungen fast unmöglich wäre. Der Flughafen Hahn ist jetzt schon mit bis zu 18 Millionen Euro Minus pro Jahr ein Zuschussgeschäft.

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Maulkorb für Mitarbeiter am Flughafen Hahn

05.09.2016, von

Flughafen Hahn (Archiv)

Flughafen Hahn (Archiv)

Die Nerven der Geschäftsleitung des „Flughafen Hahn“ liegen offenbar blank. Erst kamen öffentlich Zweifel am angeblich so vielversprechenden neuen Käufer des Flughafens auf, noch bevor man selbst so richtig wusste, mit wem man da verhandelt. Dann platzte der Verkauf an einen dubiosen chinesischen Investor tatsächlich und brachte die frisch konstituierte Landesregierung in die erste Krise. Nun laufen erneute Verkaufsverhandlungen und wieder sind es Journalisten, die unangenehm auffallen, weil sie schon im Bewerbungsverfahren drängende Fragen stellen. Zum Beispiel meine Kollegin Kirsten Tromnau, die recherchierte, dass sich die TRIWO für den Flughafen Hahn interessiert und es deshalb eine Option sein könnte, dass dort bald nicht mehr der Flughafen im Vordergrund steht, sondern ein Gewerbepark.

Für uns Journalisten ist das der Job: Recherchieren und kontrollieren, was die Regierung tut und wie sie mit dem Landesvermögen umgeht. Aufgabe der Betroffenen, hier konkret des Flughafens Hahn sollte es sein, sich dieser kritischen Begleitung zu stellen. Das ist Teil der Aufgabe. Werden dabei Fehler offenbar, kann man als Journalist von den Betroffenen keine Dankbarkeit erwarten. Allerdings sollte es im Umfeld von landeseigenen Betrieben auch keine Behinderung und keine Drohungen geben. Sollte.

Gleich zwei meiner Kollegen sind bei ihren Recherchen zum Hahn über eine Email gestolpert, die einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Flughafens erstaunt, ja die sie teilweise sogar skandalös finden. Die Pressesprecherin des Flughafens, Hanna Koch, beklagt darin Recherchen des SWR und den Tenor der Berichterstattung. Der sei „man kann es sich denken – negativ“ schreibt sie unter anderem.

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Hahn: Statt Flughafen bald ein Gewerbepark?

02.09.2016, von

Flughafen Hahn (Archiv)

Flughafen Hahn (Archiv)

Könnte den Flughafen Hahn das gleiche Schicksal ereilen, wir den Flughafen Zweibrücken – also ein Ende als Gewerbepark? Nach meinen Recherchen gibt es im neuen Anlauf einige ernsthafte Interessenten, die ein Kaufangebot für den Hahn abgeben wollen. Alle wollen den Hahn als Flughafen weiter betreiben, sollte man meinen. Alle? Nein, nicht alle!

Das Unternehmen TRIWO AG mit Sitz in Trier will auch mitbieten. Das sagten mir gut informierte Kreise. Die TRIWO AG ist unter anderem darauf spezialisiert, Konversionsgebiete aufzukaufen und in Gewerbeparks umzuwandeln. Sie hat bereits den ehemaligen Flugplatz in Mendig oder auch den Flughafen Zweibrücken übernommen. Die TRIWO AG ist allerdings kein Flughafenbetreiber. TRIWO-Vorstand Peter Adrian blieb eine Auskunft nach einer Beteiligung am Flughafen-Hahn-Bieterverfahren auf mehrfache Nachfrage schuldig.

 

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Hahn Verkauf: EU-Vorschriften zwangen die Landesregierung nicht

12.07.2016, von

ARCHIV - Der Tower des Flughafens Frankfurt Hahn in Lautzenhausen (Rheinland-Pfalz) ist am 22.05.2013 "verkleidet". Ein Sponsoringvertrag zwischen dem hoch verschuldeten Flughafen Hahn und einem Handballverein im Hunsrück sorgt weiter für Wirbel. Foto: Thomas Frey/dpa (zu dpa/lrs "Flughafen Hahn: Sponsoring für Sportverein sorgt weiter für Wirbel" vom 29.08.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Der Tower des Flughafens Frankfurt Hahn (Foto: dpa)

Es ist eine der großen Streitfragen in diesen Tagen: Musste die Landesregierung beim Verkauf des Flughafens Hahn zwingend dem Meistbietenden den Zuschlag geben? Nach unseren Recherchen ist das eindeutig: Nein, die Landesregierung musste das nicht unbedingt – abhängig davon, wie viel sie über den Käufer wusste und wie sie ihn einschätzte. „Hahn Verkauf: EU-Vorschriften zwangen die Landesregierung nicht“ weiterlesen →

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