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Kommentar: Sexismus der Fake-News

13.12.2016, von

Gefälschtes Posting zum Freiburger Mordfall: Das Facebook-Profil der angeblichen Autorin ist komplett leer, den "Flüchtlingsverein Freiburg" gibt es nicht, wohl aber eine Facebook-Gruppe "Flüchtlingshilfe Freiburg", die mit Hass und Häme überschüttet wurde.

Gefälschtes Posting zum Freiburger Mordfall: Das Facebook-Profil der angeblichen Autorin ist komplett leer, den „Flüchtlingsverein Freiburg“ gibt es nicht, wohl aber eine Facebook-Gruppe „Flüchtlingshilfe Freiburg“, die mit Hass und Häme überschüttet wurde.

„Der traumatisierte junge Flüchtling hat zwar getötet, man muss ihm aber jetzt trotzdem helfen.“ – diesen Satz hat Renate Künast nie gesagt und er stand auch nie in der Süddeutschen Zeitung. Ein noch unbekannter Facebook-Nutzer hatte dies behauptet und die nachvollziehbare Empörung der Grünen-Politikerin über diese Verleumdung hat die Diskussion um Fake-News befeuert. Es ist nur ein Fall von vielen und fast alle haben sie etwas gemeinsam: Sexismus.

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Fakten zur postfaktischen Welt

09.12.2016, von

Dies ist eine Version der gefälschten Meldung, es kurieren noch mindestens eine andere, in der der Bezug zu FAZ und Tagesschau fehlt. Wer die Nutzungsrechte beansprucht, möge sich bitte melden.

Dies ist eine Version der gefälschten Meldung, es kurieren noch mindestens eine andere, in der der Bezug zu FAZ und Tagesschau fehlt. Wer die Nutzungsrechte beansprucht, möge sich bitte melden.

Postfaktisch“ ist das Wort des Jahres – nicht nur in Deutschland: Auch die Redaktion des englischen Oxford Dictionary hatte „post-truth“ gewählt. Ein anschauliches Beispiel dafür, wie und warum sich „gefühlte Wahrheiten“ im Internet so gut verbreiten habe ich gestern recherchiert. Im Rahmen einer Recherche in rechtspopulistischen und rechtsextremen Facebook-Gruppen war mit ein Posting aufgefallen, das dort mit üblen, hämischen Kommentaren verbreitet wurde: Der Screenshot eines Facebook-Postings einer gewissen Natascha Victoria (wobei in manchen Versionen der zweiten Name geschwärzt war, wohl um die “gefühlte Authentizität“ zu steigern, in dem man einen Schutz der Person vorgibt.). „Fakten zur postfaktischen Welt“ weiterlesen →

BEA Sasbachwalden vorerst geschlossen – Letzte Flüchtlingsfamilie zieht aus

31.03.2016, von

Familie Monday verlässt die BEA in Sasbachwalden. Mitarbeiter des Regierungspräsidiums verabschieden die Familie.

Familie Monday verlässt die BEA in Sasbachwalden (Foto: SWR)

Familie Monday aus Nigeria ist heute nach Karlsruhe gebracht worden. Das Ehepaar mit den drei kleinen Kindern waren die letzten Flüchtlinge in der BEA („Bedarfsorientierte Erstaufnahmeeinrichtung“) in Sasbachwalden. Aufgrund der sinkenden Zahlen neuer Flüchtlinge hat das Land entschieden, einige Erstaufnahmeeinrichtungen zu schließen. Die BEA in Sasbachwalden soll nach Angaben des Regierungspräsidiums Freiburg auf jeden Fall den April über geschlossen bleiben. Dieser Monat wird laut Thomas Hosp (Leiter der BEA in Sasbachwalden) genutzt für Renovierungsarbeiten. Ob die BEA im Mai wieder als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge genutzt werden soll, will das Land Baden-Württemberg voraussichtlich bis Mitte April entscheiden. Es hat das ehemalige Luxushotel Bel Air 2015 für die Dauer von fünf Jahre angemietet.

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Wolfgang Heide: Flüchtlinge wollen Grenzschließung zuvorkommen

19.02.2016, von

untersuchung

Wolfgang Heide im Einsatz

Der humanitäre Einsatz von Wolfgang Heide an der serbisch-mazedonischen Grenze geht zu Ende. Am Wochenende fährt der Heidelberger Arzt zurück nach Hause und Kollegen von der Hilfsorganisation Humedica übernehmen seine Aufgabe: Die medizinische Versorgung von Flüchtlingen, die auf der sogenannten Balkanroute unterwegs sind. In seinen letzten Tagen vor Ort machte Heide eine überraschende Beobachtung, die er sich nicht erklären kann. „Wolfgang Heide: Flüchtlinge wollen Grenzschließung zuvorkommen“ weiterlesen →

Helfen – egal ob diesseits oder jenseits eines Zauns

16.02.2016, von

Wolfgang Heide untersucht eine Familie, die aus Afghanistan geflohen ist. (Foto: Wolfgang Heide)

Wolfgang Heide untersucht eine Familie, die aus Afghanistan geflohen ist. (Foto: Wolfgang Heide)

Kann mit Zäunen die Flüchtlingsbewegung kanalisiert werden? Ungarns Botschafter in Berlin, Peter Györkös, sagte im Interview mit dem Deutschlandfunk: „Die Grenzen können mit Blumen und Plüschtierchen nicht gesichert werden.“ Polen, die Slowakei, Tschechien und Ungarn hatten zuvor Mazedonien und Bulgarien Hilfe bei der Abriegelung der sogenannten Balkanroute zugesagt. Tausende Flüchtlinge würden dann irgendwo auf dem Balkan stranden. Was das bedeutet, kann sich Wolfgang Heide vorstellen. Der Heidelberger Arzt versorgt derzeit Flüchtlinge an der mazedonisch-serbischen Grenze.

 

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Flüchtlingsarzt: „Wissen, was Krieg heißt“

12.02.2016, von

Foto: Katja Becker

Wolfgang Heide versorgt Flüchtlinge auf der Westbalkanroute (Foto: Katja Becker)

Ab und zu ringt das Team deutscher Helfer an der serbisch-mazedonischen Grenze um Fassung. Meistens gelinge es, bei der medizinischen Versorgung ankommender Flüchtlinge professionelle Distanz zu waren, berichtet der Heidelberger Arzt Wolfgang Heide aus Preshevo. Aber manchmal seien die Helfer dann doch fassungslos. Etwa 2500 Menschen kämen jeden Tag an, die meisten kämen aus Syrien, andere aus Afghanistan. Im Interview mit SWRinfo erzählt er von einigen Schicksalen.

„Wir haben eine junge Frau gesehen, die mit Schmerzen im Bein kam – sie hatte Erfrierungen an den Beinen. Man kann sich das gar nicht vorstellen: Dieser lange Weg und eiskalt.“ Eine andere Frau sei mit ihren fünf Kindern gekommen, ihr Mann sei in Syrien erschossen worden, sagt Heide.

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Westbalkan: Heidelberger Arzt versorgt Flüchtlinge

10.02.2016, von

Migranten an der serbisch-mazedonischen Grenze nahe Miratovac (AP Photo/Darko Vojinovic)

Migranten an der serbisch-mazedonischen Grenze nahe Miratovac (AP Photo/Darko Vojinovic)

„Ich habe gestern Abend eine Frau gesehen, deren Füße blau waren und die Zehen schwarz – einfach von den langen Wegen.“ Die Eindrücke, die der Heidelberger Arzt Wolfgang Heide bei der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen an der serbisch-mazedonischen Grenze sammelt, machen nachdenklich. Immer noch machen sich tausende Menschen über die sogenannte Westbalkan-Route auf den Weg, um in der EU Schutz vor dem Krieg in Syrien, vor Verfolgung durch Daesch („Islamischer Staat“) sowie vor Hunger und Krankheit in den Flüchtlingslagern zu suchen. Weder Strapazen und Temperaturen unter Null Grad halten die Menschen von ihrer Flucht ab.  „Westbalkan: Heidelberger Arzt versorgt Flüchtlinge“ weiterlesen →

Grenzenlose Propaganda auf dem Rücken von Flüchtlingen

25.01.2016, von

Korrespondent-Ivan-Blagoi

Ivan Blagoi, Berliner Korrespondent des russischen Staatsfernsehens Perwy Kanal

„Ich habe den Staatsschutz angerufen“, berichtet Martin Luithle. Denn im Streit um einen Bericht im russischen Staatsfernsehen ist der Konstanzer Rechtsanwalt seit gestern Abend selber zur Zielscheibe geworden. Und welche Folgen das haben könnte, ließ sich am Wochenende in dutzenden Städten quer über das ganze Bundesgebiet beobachten.

Zigtausende Menschen, zumeist mit russlanddeutschen Wurzeln, versammelten sich zu unangemeldeten Demonstrationen: Vor dem Berliner Kanzleramt, aber auch in Ellwangen, Ulm, Schwäbisch-Gmünd, Pforzheim, Achern, Offenburg und vielen weiteren Orten im Südwesten kamen Russland-Deutsche, aber auch Rechtsextremisten zusammen.
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Migranten aus Algerien und Marokko: Die Sogwirkung des Wortes

21.01.2016, von

Flüchtlinge warten Mitte Januar am Bahnhof in Passau Foto: Armin Weigel/dpa

Flüchtlinge Mitte Januar in Passau; Foto: Armin Weigel/dpa

Ein genauer Blick auf die sprunghaft angestiegenen Zahlen von Asylbewerbern aus Algerien und Marokko lässt nur einen Schluss zu: Es ist der Ausblick auf ein Leben in wirtschaftlichem Wohlstand und keine massenhafte politische Verfolgung, die die Menschen aus den beiden Staaten nach Deutschland treibt. Gleichwohl können bei nüchterner Betrachtung weder Algerien noch Marokko als sichere Herkunftsländer eingestuft werden, so wie es in der Bundespolitik diskutiert wird. Meinungsfreiheit, Akzeptanz von Homosexualität oder körperliche Unversehrtheit sind in den beiden Staaten eben keine Selbstverständlichkeiten.

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Noch Fragen? Unsere FAQ zum Stichwort Flüchtlinge

04.11.2015, von

ARCHIV - Flüchtlinge überqueren am Morgen des 01.11.2015 nahe Wegscheid (Bayern) die Grenze von Österreich nach Deutschland und steigen in einen Reisebus. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Flüchtlinge überqueren am Morgen des 01.11.2015 nahe Wegscheid (Bayern) die Grenze von Österreich nach Deutschland (dpa, Archiv)

Dieser Tage läuft auf verschiedenen SWR Hörfunkwellen – von SWR1 bis DASDING – ein Flüchtlings-FAQ (Frequently Asked Questions – häufige Fragen), das wir entwickelt haben. Hier die Online-Fassung. Unser Anliegen war: Fragen unserer Hörer beantworten, sie ernst nehmen und nicht über ihre Köpfe hinweg berichten.

Daher kam mir die Idee, die Leute selber Fragen stellen zu lassen, zu denen wir dann die Antworten recherchieren.

Beispiele von Leuten, die  meine Kollegen und ich auf den Straßen von Landau, Koblenz, Stuttgart oder Bretten um ihre Fragen rund um das Stichwort „Flüchtlinge“ gebeten haben:

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