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Von Estland lernen!

30.06.2017, von

Ostseemaskottchen mit Tallins Rathausturm im Hintergrund (Foto: Kai Laufen)

Ostseemaskottchen mit Tallins Rathausturm im Hintergrund (Foto: Kai Laufen)

Warum haben wir Deutsche eigentlich im Ausland den Ruf ein wenig dröge, trocken und humorlos zu sein? Zwei Veranstaltungen, die ich in den vergangenen Wochen besuchen durfte, haben mir die Gründe mal wieder deutlich werden lassen… „Von Estland lernen!“ weiterlesen →

Digitaler Stromausfall

15.05.2017, von

Martin Rupps meint...

Martin Rupps meint… (Foto: SWR)

Meine Großmutter hatte im Wohnzimmer immer eine Kerze und Streichhölzer in Griffnähe für den Fall, dass der Strom ausfiel. Es erschreckte sie nicht, wenn plötzlich das Licht ausging und alle elektrischen Geräte um sie herum – es war ihr aus den Kriegsnächten wohlbekannt. „Digitaler Stromausfall“ weiterlesen →

Auto als Angriffsziel

10.03.2017, von

Der Renault ZOE bekommt als E-Auto gute Kritiken. Aber seine Elektronik kann gehackt werden – so wie die der meisten Autos. Bild: Fraunhofer SIT

Die CIA kann Autos hacken und zu tödlichen Waffen umfunktionieren – so hieß es diese Woche, nachdem auf Wikileaks ein große Mengen anscheinend interner Papiere aus dem US-Geheimdienst veröffentlicht wurde. Tatsächlich ist das Thema Datensicherheit ein Schlüsselthema für die Automobilbranche. Zum einen sollen Autos immer selbstständiger werden, indem sie mit ihrer Umgebung in Kontakt treten. Zum anderen lassen sich daraus ganz neue Geschäftsmodelle entwickeln, mit denen viele Geld zu verdienen wäre. Aber wie angreifbar sind unsere Autos wirklich? „Auto als Angriffsziel“ weiterlesen →

Gemeinde entlässt Mitarbeiterin nach Reichsbürger-Streich

17.01.2017, von

Ausschnitt aus der Blogseite "Maras Welt" - die wahre Inhaberin zu identifizieren ist mangels korrektem Impressum nicht trivial.

Ausschnitt aus der Blogseite „Maras Welt“ – die wahre Inhaberin zu identifizieren ist mangels korrektem Impressum nicht trivial.

Eine Gemeindemitarbeiterin in Buchenbach bei Freiburg hat sich – offenbar versehentlich – in die Parallelwelt der sogenannten „Reichsbürger“ verirrt. Auf ideologisch verdrehte Fragen zu Personalausweis und Staatsangehörigkeit, die ein Bürger vorgebracht hatte, suchte sie angeblich Antworten im Internet – und merkte nach wohl nicht, dass sie dabei auf Webseiten der sogenannten „Reichsbürger“ landete und verbreitete deren Unfug als offizielle Antwort. Heute hat der Bürgermeister die Mitarbeiterin entlassen.

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Kommentar: Sexismus der Fake-News

13.12.2016, von

Gefälschtes Posting zum Freiburger Mordfall: Das Facebook-Profil der angeblichen Autorin ist komplett leer, den "Flüchtlingsverein Freiburg" gibt es nicht, wohl aber eine Facebook-Gruppe "Flüchtlingshilfe Freiburg", die mit Hass und Häme überschüttet wurde.

Gefälschtes Posting zum Freiburger Mordfall: Das Facebook-Profil der angeblichen Autorin ist komplett leer, den „Flüchtlingsverein Freiburg“ gibt es nicht, wohl aber eine Facebook-Gruppe „Flüchtlingshilfe Freiburg“, die mit Hass und Häme überschüttet wurde.

„Der traumatisierte junge Flüchtling hat zwar getötet, man muss ihm aber jetzt trotzdem helfen.“ – diesen Satz hat Renate Künast nie gesagt und er stand auch nie in der Süddeutschen Zeitung. Ein noch unbekannter Facebook-Nutzer hatte dies behauptet und die nachvollziehbare Empörung der Grünen-Politikerin über diese Verleumdung hat die Diskussion um Fake-News befeuert. Es ist nur ein Fall von vielen und fast alle haben sie etwas gemeinsam: Sexismus.

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Fakten zur postfaktischen Welt

09.12.2016, von

Dies ist eine Version der gefälschten Meldung, es kurieren noch mindestens eine andere, in der der Bezug zu FAZ und Tagesschau fehlt. Wer die Nutzungsrechte beansprucht, möge sich bitte melden.

Dies ist eine Version der gefälschten Meldung, es kurieren noch mindestens eine andere, in der der Bezug zu FAZ und Tagesschau fehlt. Wer die Nutzungsrechte beansprucht, möge sich bitte melden.

Postfaktisch“ ist das Wort des Jahres – nicht nur in Deutschland: Auch die Redaktion des englischen Oxford Dictionary hatte „post-truth“ gewählt. Ein anschauliches Beispiel dafür, wie und warum sich „gefühlte Wahrheiten“ im Internet so gut verbreiten habe ich gestern recherchiert. Im Rahmen einer Recherche in rechtspopulistischen und rechtsextremen Facebook-Gruppen war mit ein Posting aufgefallen, das dort mit üblen, hämischen Kommentaren verbreitet wurde: Der Screenshot eines Facebook-Postings einer gewissen Natascha Victoria (wobei in manchen Versionen der zweiten Name geschwärzt war, wohl um die “gefühlte Authentizität“ zu steigern, in dem man einen Schutz der Person vorgibt.). „Fakten zur postfaktischen Welt“ weiterlesen →

Spamexplosion: Deutsche Nutzer am stärksten betroffen

09.11.2016, von

Trojaner Locky, Screenshot vom 20. Februar 2016. Quelle: dpa

Trojaner Locky: Anfang 2016 rollte eine große Welle über Deutschland. Jetzt zeigt sich: Das war erst der Anfang. Quelle: dpa

Spam ist ein Ärgernis. Und gefährlich. Denn Spam wird zunehmend zum Ausliefern von Schadsoftware genutzt: Mehr als 73 Millionen solcher Mails mit gefährlichen Anhängen sind in den letzten drei Monaten allein in den Analyse-Netzwerken von Kasperky hängen geblieben, schreibt die Softwarefirma in ihrem Blog. Die schlechte Nachricht für hiesige Internetnutzer: Deutschland steht ganz oben in der Liste betroffener Länder. 13,21 Prozent der gefährlichen Spammails gingen an Mailadressen in Deutschland.

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We not support ISIS

19.11.2015, von

Weihnachtsmarkt-Friedrichsdorf.de gehackt von Mujahidin Cyber Army

Weihnachtsmarkt-Friedrichsdorf.de gehackt von Mujahidin Cyber Army

Eine Webseite mit „Gesichtsverlust“ und die mediale Aufregung darüber spiegelt die Nervosität, die zur Zeit in Sachen Dschihad herrscht: Hacker – oder vielmehr: Cracker – hatten eine veraltete Webseite „defaced“, also den früheren Inhalt gegen einen anderen ausgetauscht. Unter www.weihnachtsmarkt-friedrichsdorf.de war es ursprünglich um den Weihnachtsmarkt der kleinen hessischen Gemeinde im Jahr 2014 gegangen: „Romantisch, stimmungsvoll und noch schöner“ sollte er sein. Doch wer sich gestern Abend noch einmal daran ergötzen wollte, wurde plötzlich mit einer schwarz gehaltenen Seite konfrontiert, auf der eine Weltkugel abgebildet war. In diesem Globus stak eine schwarze Fahne mit arabischen Schriftzeichen und darunter stand: „Hacked by Mujahideen Cyber Army“. „We not support ISIS“ weiterlesen →

Rebuy beendet Spendenaufruf

14.09.2015, von

Rebuy Internetseite

Von „Wir müssen helfen“ zu „Wir sind überwältigt“

„Wir sind überwältigt“ – schreibt der Onlinehändler Rebuy auf seiner Internetseite. Gemeint ist die Resonanz auf den Spendenaufruf für Flüchtlingskinder, den das Berliner Unternehmen vor drei Wochen im Netz gestartet und der beim Deutschen Roten Kreuz hausinternen für Knatsch gesorgt hatte. Bislang seien etwa 6.000 Pakete mit Kinderkleidung, Spielzeug und Kinderbüchern eingetroffen, sagte Unternehmenssprecherin Juliane Leupold dem SWR. „Wir haben heute die Aktion beendet und bereiten nun die Verteilung der Sachspenden vor.“ Leupold rechnet damit, dass noch bis zu 1.000 weitere Pakete auf dem Weg seien.

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Spendenaufruf für Flüchtlingskinder: Und plötzlich allein…

03.09.2015, von

Spenden für Flüchtlinge (Beispielbild)

Spenden für Flüchtlinge (Beispielbild)

Nach einem Spendenaufruf für Flüchtlingskinder wird es einsam um den Online-Händler „Rebuy“. Etwa eine Woche nach dem Appell distanziert sich nun mit dem Hermes-Paketdienst offenbar auch der zweite Partner von der Aktion: Bereits kurz nach dem Start, am dritten Tag der Aktion, hatte schon ein Pressesprecher des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gesagt, er würde den Aufruf am liebsten stoppen. Nun geht auch „Hermes“ auf Tauchstation und beantwortet keine Fragen mehr.

Eigentlich hatte ich nur per Email bei Hermes nachfragen wollen, wie viele Pakete denn mittlerweile verschickt seien. Vergangene Woche hatte Pressesprecher Martin Frommhold im Interview mit mir noch gesagt, innerhalb eines Tages nach dem Rebuy-Aufruf seien 4500 Pakete für Flüchtlingskinder abgeschickt worden, die Hermes portofrei zum Roten Kreuz transportiere.

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