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Tatortbegehung – Mehr als 70 Jahre danach

19.02.2018, von

Porträtfotos aus Ausweisen von SS-Wachmännern aus dem KZ Stutthof

SS-Wachmänner KZ Stutthof (Quelle: SWR)

Es ist ihre letzte Chance, NS-Verbrecher hinter Gitter zu bringen: Bundesweit laufen bei Staatsanwaltschaften die Ermittlungen gegen die letzten lebenden Nazi-Verbrecher. Nur noch wenige, die in den Konzentrationslagern Aufseher waren, sind heute noch am Leben und können vor Gericht gebracht werden.

Doch wie ermittelt man das 70 Jahre nach Kriegsende? Dieser Frage bin ich mit Christian H. Schulz für den Film Story im Ersten: Hitlers letzte Mordgehilfen? nachgegangen. Wir haben dafür ein Jahr lang deutsche Staatsanwälte und Kriminalbeamte von der Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg und der Staatsanwaltschaft Dortmund bei ihrer schwierigen Suche begleitet. „Tatortbegehung – Mehr als 70 Jahre danach“ weiterlesen →

Gemeinde entlässt Mitarbeiterin nach Reichsbürger-Streich

17.01.2017, von

Ausschnitt aus der Blogseite "Maras Welt" - die wahre Inhaberin zu identifizieren ist mangels korrektem Impressum nicht trivial.

Ausschnitt aus der Blogseite „Maras Welt“ – die wahre Inhaberin zu identifizieren ist mangels korrektem Impressum nicht trivial.

Eine Gemeindemitarbeiterin in Buchenbach bei Freiburg hat sich – offenbar versehentlich – in die Parallelwelt der sogenannten „Reichsbürger“ verirrt. Auf ideologisch verdrehte Fragen zu Personalausweis und Staatsangehörigkeit, die ein Bürger vorgebracht hatte, suchte sie angeblich Antworten im Internet – und merkte nach wohl nicht, dass sie dabei auf Webseiten der sogenannten „Reichsbürger“ landete und verbreitete deren Unfug als offizielle Antwort. Heute hat der Bürgermeister die Mitarbeiterin entlassen.

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DDoS-Angriff auf BKA – Teil des Terrorangriffs?

21.12.2016, von

BKA-Hinweisportal: Ausschnitt aus der angegriffenen Webseite

BKA-Hinweisportal: Ausschnitt aus der angegriffenen Webseite

Das Bundeskriminalamt hat heute mitgeteilt, dass das Meldeportal, über das Zeugen des Berliner Anschlags Fotos und Videos vom Tatort hochladen können, gestern abend sabotiert wurde: Bisher unbekannte Täter hätten Ddos-Angriffe auf die Seite gefahren, die das BKA offenbar über die Firma Schlund Technologies registriert hat. Zweieinhalb Stunden brauchten die Admins um die Angreifer stabil draußen zu halten. Jetzt wird in eigener Sache ermittelt und in der Tat ist die Frage spannend: Wer war’s? „DDoS-Angriff auf BKA – Teil des Terrorangriffs?“ weiterlesen →

Cannabis: Krasser Rechenfehler des Ministeriums

11.11.2016, von

Aus den Niederlanden importiertes Cannabis aus der Apotheke: Bisher zahlen Patienten rund 18 Euro für ein Gramm. Medizinalhanf aus Baden-Württemberg könnte deutlich günstiger werden. dpa

Aus den Niederlanden importiertes Cannabis aus der Apotheke: Bisher zahlen Patienten rund 18 Euro für ein Gramm. Medizinalhanf aus Baden-Württemberg könnte deutlich günstiger werden. dpa

Wie viele Patienten werden in Zukunft mit Cannabis behandelt werden können? Diese Frage hatte der Grüne Landtagsabgeordnete Martin Hahn an das CDU-geführte Agrarministerium gerichtet. Die Frage war aus seinem Unterstützerkreis an ihn herangetragen worden: Landwirte wollte wissen, ob die bevorstehende Ausweitung von Cannabis als Medizin ein Geschäft für sie werden könnte. Aber die Stellungnahme des Ministeriums war nicht brauchbar, wie sich jetzt herausstellt.

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VS vs SO

29.10.2016, von

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Beobachten einander seit bald 20 Jahren: Scientology und Verfassungsschutz. Foto: Laufen

Geheimdienste machen ja ganz gerne mal darauf aufmerksam, dass ihre Arbeit (leider?) wenig mit dem notorischen James Bond zu tun habe und sie statt dessen hauptsächlich offen zugängliche Quellen auswerten, sprich: viel Zeitung lesen. Nun ist über Scientology – in der Sprache des Verfassungsschutzes: die Scientology Organisation, SO – in deutschen Zeitungen allerdings selten etwas Interessantes zu lesen. Die meisten Artikel sind ein munteres Aufrufen altbekannter Schreckgespenster, die den Hubbard-Jüngern reflexhaft zugeordnet werden, echte Recherche ist selten (Ausnahme und Tipp: Der Film Going Clear).

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Hass auf den Staat und seine Repräsentanten

19.10.2016, von

ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Mann posiert am 06.06.2016 in Rheinfelden (Baden-Württemberg) mit seinem "Deutsches Reich Reisepass" für den Fotografen. Foto: Patrick Seeger/dpa (zu dpa "Vier Polizisten bei Waffen-Razzia gegen «Reichsbürger» verletzt" vom 19.10.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Fiktiver Pass (Foto: Patrick Seeger/dpa)

Die sogenannten Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik und ihre Verfassung nicht an, Gesetze empfinden sie nicht als bindend und unsere demokratischen Werte sind ihnen egal. Sie träumen von einem Deutschen Reich in den Grenzen von 1937 oder halten die Bundesrepublik für eine Firma. Und eine Firma kann keine Gesetze machen. Kurz, sie fantasieren sich ihre eigene Welt zusammen und fühlen sich damit im Recht. „Hass auf den Staat und seine Repräsentanten“ weiterlesen →

Sicherheitsgurt für Emails

29.06.2016, von

Diese Karte bekommt, wer sich registrieren lässt. Auf der Rückseite steht der persönliche Code um die Software freizuschalten.

Diese Karte bekommt, wer sich registrieren lässt. Auf der Rückseite steht der persönliche Code um die Software freizuschalten.

E-Mails zu verschlüsseln ist für technische Laien kompliziert. Aber allemal sinnvoll: Eine verschlüsselte Mail kann auf ihrem Weg durch das Internet von keinem Fremden gelesen werden, der berechtigte Empfänger kann sicher sein, dass die Mail von dem angegebenen Absender stammt. Um diese Vorteile endlich besser auszuspielen, hat das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT heute die „Volksverschlüsselung“ auf den Markt gebracht.

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Aktuelle Zahlen zum privaten Waffenbesitz in Baden-Württemberg: Zwei gegenläufige Trends

15.01.2016, von

Ein Beamter untersucht 10.04.2014 in der Waffenkammer des Landeskriminalamtes (LKA) in Rampe (Mecklenburg-Vorpommern) eine Bockbüchsflinte. Laut dem aktuellen Waffenreport des Landes Mecklenburg-Vorpommern verfügten Ende 2013 mehr als 21.000 Bürger über einen Waffenschein. In privaten Tresoren lagern im Nordosten aktuell fast 80.000 Gewehre, Pistolen und Revolver. Foto: Jens Büttner/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Bockbüchsflinte (Archiv)

Einer von etwa 90 Baden-Württembergern ist registrierter Besitzer von scharfen Waffen und hat meist mehrere davon im Schrank. Mit neuen Zahlen reagiert heute Baden-Württenbergs Innenminister Reinhold Gall auf eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion. Nicht erwähnt wird dort, dass seit 2014 die Zahl der privaten Waffenbesitzer und die Zahl der registrierten Waffen im Ländle zurück geht – ganz im Gegensatz zum Trend bei Schreckschuss- und Gaswaffen.

Zum 30.November 2015 waren im Nationalen Waffenregister für Baden-Württemberg exakt 119.832 Waffenbesitzer und insgesamt 699.177 Waffen gespeichert. Die meisten Waffen sind in Händen von Sportschützen (45.748 Waffenbesitzer). Die Sportschützen in Baden-Württemberg haben ein Arsenal von 186.636 registrierten Waffen. 39.506 Jäger mit Waffenbesitzkarte verfügen über 236.305 Waffen. 1.557 Waffensammler haben zuhause 56.197 Waffen – darunter auch historische Geräte. Da ein gewissen Anteil der registrierten Waffen bisher noch nicht den verschiedenen Nutzergruppen zugeordnet werden konnten, muss man bei den Zahlen eine gewisse Vorsicht walten lassen. „Aktuelle Zahlen zum privaten Waffenbesitz in Baden-Württemberg: Zwei gegenläufige Trends“ weiterlesen →

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