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Klimaschützer in der Luxusblase

29.11.2019, von

Martin Rupps

Martin Rupps meint … (Foto: SWR)

Samstag ist Putztag. Freitags Demotag. Die Bewegung „Fridays für Future“ ruft zum vierten globalen Klimastreik auf.
 
Die Wut auf der Straße sei ungebrochen groß, schreibt heute der stellvertretende Chefredakteur von t-online, Peter Schink. Weiß der Mann, was Wut ist? Vielleicht sollte er mal nach Chile oder in den Iran reisen, wo Menschen um ihr Existenzminimum kämpfen.
 
Auch in Deutschland gibt es Menschen, die ums Existenzminimum kämpfen. Bei SWR Aktuell können Sie verfolgen, welchen Weg ein Amazon-Paket von der Bestellung bis zur Auslieferung nimmt. Sichtbar wird dabei auch der Arbeitsalltag von Menschen, die das untere Drittel der Gesellschaft bilden: Lagerarbeiter, Paketfahrer, Reinigungskräfte. Sie müssen auch freitags arbeiten, um sich und ihre Familien durchzubringen.
 
In der Luxusblase der Klimaschützer nehme ich so wenig erbauende Themen nicht wahr. In dieser Blase retten sie gemeinsam mit Journalisten und Politikern die Welt. Journalisten ängstigen sich öffentlich. Politiker erklären Städte oder gleich das Gebiet der Europäischen Union zum Notstandsgebiet.
 
Diese Leute haben keine Ahnung von Angst und Not, so wenig wie ich. Das ist ein großes Glück!

Martin Rupps
Multimediale Chefredaktion

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