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Frischmüll aus dem Briefkasten

13.11.2019, von

Martin Rupps

Martin Rupps meint … (Foto: SWR)

In meinem Briefkasten landen keine Briefe von Freunden mehr, auch keine Postkarten mit Urlaubsmotiven, sondern nur noch Rechnungen und Werbung. Jetzt im November und auch im Dezember ist es besonders schlimm. Bei Ihnen auch?
 
„Meine“ Versicherungen schicken ihre zum 1. Januar fälligen Jahresrechnungen – offenbar soll ich die Summe begleichen, bevor das Konto dank Weihnachtseinkäufe und Silvesterböller leergeräumt ist. Andere Versicherer, deren Namen ich noch nie gehört habe, fordern mich zum Vertragswechsel vor dem 31. Dezember auf.
 
Gefühlt Tonnen von Prospekten für Möbel, Elektro- und Haushaltsartikel verstopfen den Briefkasten mit angeblich festlichen Angeboten. Hilfsorganisationen schicken Weihnachts-CDs und weihnachtlich gestaltete, persönliche Adressaufkleber, die ich auf meine Weihnachtspost kleben soll.
 
Die frühen Versicherungsrechnungen kann ich noch nachvollziehen. Die alljährliche Materialschlacht um Käufer und Spender nicht. Natürlich, am eigenen Briefkasten kann man nicht achtlos vorbeigehen wie an einer Leuchtreklame. Man kann ihn auch nicht einfach ausschalten wie einen Computer. Aber so viel unerbetenen Lesestoff finde ich ärgerlich, weil aufdringlich.

Martin Rupps
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