. .

Krach im Peter-Weibel-Festspielhaus

08.10.2019, von

Martin Rupps

Martin Rupps meint … (Foto: SWR)

Ein Festakt zum 30. Geburtstag des Karlsruher Zentrums für Kunst und Medien (ZKM) am Sonntag endete so gar nicht festlich. Es kam zum Streit, ob Peter Weibel über das Jahr 2020 hinaus Leiter des ZKM sein soll. Der Oberbürgermeister von Karlsruhe, Frank Mentrup (SPD), will Weibels Vertrag nicht verlängern. Manfred Popp als Vorsitzender des ZKM-Kuratoriums sieht keinen Anlass für einen Wechsel – so wenig wie Weibel selbst.
 
Peter Weibel ist ein bedeutender Medienkünstler und verdienstvoller Kulturmanager. In 20 Jahren hat er das ZKM zu einer bedeutenden internationalen Adresse für Medienkunst geformt. Doch der Mann wird auch nicht jünger. Zum geplanten Vertragsende als ZKM-Leiter am 31. Dezember 2020 wird er 76 sein.
 
Peter Weibel ist auch ein begabter Selbstvermarkter. Er hat das ZKM zum Peter-Weibel-Festspielhaus gemacht. Aktuell stellt das ZKM Werke von – na? Peter Weibel aus.
 
Eine Kultureinrichtung wie das ZKM ist keine profane Behörde und die Leitung einer solchen Einrichtung sollte nicht am Stuhl kleben. Sie braucht immer mal neue Köpfe an der Spitze, um sich zu erneuern, sich zu entwickeln. Hoffentlich knicken die Verantwortlichen bei Stadt und Land nicht vor der Weibel-Lobby ein.
 

Martin Rupps
Multimediale Chefredaktion

Sie sind meiner Meinung oder, noch besser, Sie sind es nicht? Schreiben Sie mir: martin.rupps@swr.de

„Martin Rupps meint…“ erscheint als Teil des „SWR Aktuell Newsletter“. Der Newsletter informiert nachmittags kompakt via E-Mail über das Wichtigste des Tages und bündelt Links sowie Programmtipps zu SWR Angeboten. Sie können ihn hier kostenlos abonnieren. 

Schreibe einen Kommentar

*

Archiv

Kategorien

 

Der SWR ist Mitglied der ARD.

Impressum | SWR ©2019