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Keller aufräumen – Kalte Dusche für die Seele

03.09.2019, von

Martin Rupps

Martin Rupps meint … (Foto: SWR)

Sperrmüll-Tage stellten die Ehe meiner Eltern auf eine harte Bewährungsprobe. Am Abend vorher holte meine Mutter Kaputtes oder nicht mehr Benötigtes aus dem Keller und stellte es vor die Tür. Am frühen Morgen schlich mein Vater auf die Straße und holte zurück, „was man vielleicht noch einmal brauchen kann“. Ein kaputtes Radio zum Beispiel oder den Rahmen eines geplünderten Fahrrads.
 
Ein Kollege schilderte mir einen ähnlichen Konflikt in seiner Familie. Er wäre schon lange bereit, die Playmobil-Sammlung der beiden halb erwachsenen Kinder abzugeben. Seine Gattin findet aber, die Teile gehören vorher zusammengesetzt. Das findet sie seit Jahren.
 
Im Schlafzimmer schlafen wir und im Keller ringen wir mit uns. Für mich bedeutet den Keller aufräumen, die Seele kalt zu duschen. Ich muss der Wirklichkeit ins Auge sehen. Die Angel liegt schon jahrelang herum, das Hobby gehört beerdigt. Das Schlauchboot steht für fröhliche Urlaubstage, aber es ist futsch und seine Zeit vorbei.
 
Mein Keller ist übrigens picobello aufgeräumt. Das liegt daran, dass ich mir weiteren Platz hinzugemietet habe für Dinge, die man vielleicht noch einmal brauchen kann.
 
SWR1 möchte Ihnen die Seelendusche erträglicher machen. Die Kolleginnen und Kollegen haben acht Tipps gegen das Keller-Chaos zusammengestellt.

Martin Rupps
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