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AKK in der Merkel-Falle

17.07.2019, von

Martin Rupps

Martin Rupps meint … (Foto: SWR)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer zur Bundesverteidigungsministerin gemacht.Auf den ersten Blick ebnet Merkel ihr damit den Weg ins Kanzleramt. Aber vielleicht wirft sie Annegret Kramp-Karrenbauer auch nur ins kalte Wasser nach dem Motto: Lern schwimmen oder geh politisch unter!
 
Ich erinnere mich, dass im Dezember 2013 der damalige Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere das Amt nicht gern an Ursula von der Leyen übergeben hat. In jenem Winter lautete die Prognose zu Ursula von der Leyens Zukunft ähnlich wie heute die zu Annegret Kramp-Karrenbauer: Entweder macht sie sich an der Ministeriumsspitze fit für höhere Aufgaben oder brennt politisch aus. Als Angela Merkel fünf Jahre später ihren Hut als Parteivorsitzende nahm, fiel der Name Ursula von der Leyen kein einziges Mal.
 
Persönlich glaube ich nicht, dass AKK im politischen Berlin glücklich wird. Es ergeht ihr wie dem früheren SPD-Vorsitzenden Kurt Beck, der nie in die großen Schuhe eines bundespolitischen Amts hineingewachsen ist – halb wegen eigener Fehler, halb durch allseitiges Mobbing. Auf AKK warten noch mehr Fettnäpfchen als bisher. Und mit der Macht steigt auch die Zahl der Mobber.

Martin Rupps
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