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Einmal zum Mond und zurück bitte!

16.07.2019, von

Martin Rupps

Martin Rupps meint … (Foto: SWR)

Beim Jubiläum des ersten bemannten Mondflugs, der sich diese Woche zum 50. Mal jährt, geht es mir wie damals als kleiner Junge beim Kuchen backen. Am liebsten naschte ich vom frisch gewalkten Teig und schleckte die Sahne vom Rührbesen – mit der Folge, dass ich später keinen Appetit auf Kuchen hatte.
 
Seit Wochen sehe ich immer dieselben Bilder der Apollo 11-Mission und höre dieselben Funksprüche der Mondfahrer Neil Armstrong, Michael Collins und Buzz Aldrin. Mir reicht es jetzt schon, bevor die Geburtstagsfeier wirklich begonnen hat.
 
Viel gewesen ist auf dem Mond ja nicht, wie die vielen Rückblicke zeigen. Die Herren landeten, hüpften herum und flogen wieder weg. Ohne die Rivalität der zwei Supermächte im „Kalten Krieg“ und ohne die bange Spannung, ob die Kapsel ihr Ziel erreichen würde, kommt die damalige Dramatik der Ereignisse heute nur bruchstückhaft rüber.
 
In der Rückschau erscheint mir die Mondlandung vor allem als eine Schlacht zwischen den USA und der Sowjetunion. Sie schickten keine Soldaten und Waffen ins Feld, sondern die jeweils gescheitesten Köpfe. Der Krieg zog sozusagen in den Weltraum. Das, glaube ich, war der eigentliche Sinn der Mondlandung.

Martin Rupps
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