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Zum Strand!

21.06.2019, von

Martin Rupps

Martin Rupps meint … (Foto: SWR)

An diesem Freitag um 17:54 Uhr beginnt der Sommer, die für viele schönste Zeit des Jahres. Vernünftig ist das nicht. Bei über 30 Grad werden wir ziemlich arbeits- und bewegungsfaul. Morgens und abends müssen wir Blumen gießen. Dazwischen laufen wir ständig zum Kühlschrank, um uns selbst zu „gießen“.
 
Zugleich schenkt uns der Sommer einen Ort, der ihn zur Göttin im Jahreslauf macht: Wir lieben es am Strand zu liegen unter gleißender Sonne, vor uns ein blauer Horizont. Am Strand lassen wir alles Land – und irgendwie die Welt – ganz wörtlich hinter uns.
 
Der Strand als Sehnsuchts- und Erlebnisort ist ein kulturgeschichtlich junges Phänomen. Im 18. Jahrhundert entdeckten Ärzte die therapeutische Wirkung von Meerwasser auf den Körper, doch erst Mitte des 20. Jahrhunderts zog es zunächst junge Leute an die kalifornischen Strände oder die Copacabana. Die frühe Hippie-Kultur wandelte sich rasch zum Massenphänomen – auch dank findiger Geschäftsleute, die sogenannte Seebäder schufen und mit Hotelburgen bestückten.
 
Die teilweise schreckliche Architektur und die Platznot am Wasser kann unsere Sehnsucht nach dem Strand nicht schmälern. Am Stand fühlen wir uns den Elementen Feuer/Wasser/Erde/Luft besonders nah. Dieser Magie kann sich nur entziehen, wer seine Sinne nicht beieinander hat.
 
Ich wünsche Ihnen, dass Sie bald wieder an einem Strand liegen können unter gleißender Sonne, vor Ihnen nur ein blauer Horizont!

Martin Rupps
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