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Charles Duke – der Mann, der „Roger“ sagte

29.05.2019, von

Martin Rupps

Martin Rupps meint … (Foto: SWR)

Raumfahrtexperten aus aller Welt kommen am Mittwoch in Speyer zusammen, um an die erste Mondlandung vor fast 50 Jahren zu erinnern. Mit dabei ist Charles Duke, damals Verbindungsmann von Astronaut Neil Armstrong im Nasa-Kontrollzentrum Houston. Als Armstrong sagte, „The eagle has landed“ raunte Duke nur „Roger“.
 
Genau betrachtet war diese Mondlandung völlig überflüssig und die nachfolgenden auch. Neil Armstrong und Buzz Aldrin trafen keine Außerirdischen, mit denen sie Wimpel tauschen konnten. Überall bloß Steine und Geröll. Dass spätere Mondflieger mit einem Auto herumkurvten, machte die Sache nicht bedeutender.
 
Die Faszination des Ereignisses erklärt sich daraus, wie der Mensch tickt. Schon immer guckte er nachts zum Mond. Ein ferner, vertrauter Nachbar, den er um jeden Preis kennenlernen wollte.
 
Außerdem vergisst der Mensch nie das erste Mal. Für eine ganze Generation – die frühen Babyboomer – bedeutete die Mondlandung das erste Fernsehspektakel. Die jungen Zuschauer hielten „Roger“ vielleicht für den Vornamen von Herrn Armstrong, aber dass sie die Nacht hindurch aufbleiben durften, hat sich vielen ins Gedächtnis eingebrannt.
 
Wo bleibt der Neil Armstrong der Gegenwart? Welchen Menschheitstraum könnte er 50 Jahre später erfüllen? Das würde ich gern Charles Duke bei seinem Besuch in Speyer fragen.

Martin Rupps
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